Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Determination, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Determination · Nominativ Plural: Determinationen
Aussprache  [detɛʁminaˈʦi̯oːn]
Worttrennung De-ter-mi-na-ti-on
Wortzerlegung determinieren -ation
Wortbildung  mit ›Determination‹ als Letztglied: Autodetermination
Herkunft aus dēterminātiōlat ‘Abgrenzung, Grenze’
eWDG

Bedeutung

Wissenschaft (nähere) Bestimmung eines Begriffs durch Einengung seines Umfangs
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

determinieren · Determination · Determinismus
determinieren Vb. ‘bestimmen, festlegen, begrenzen’, um 1500 aus gleichbed. lat. dētermināre entlehnt, vgl. lat. termināre ‘ab-, begrenzen, ermessen, bestimmen, beendigen’, zu lat. terminus ‘Grenzstein, Grenze, Ende, Schluß’. – Determination f. ‘Festlegung, Begrenzung, Begriffsbestimmung’, um 1500 aus lat. dēterminātio (Genitiv dēterminātiōnis) ‘Abgrenzung, Grenze’, das von lat. dētermināre (s. oben) abgeleitet ist. Determinismus m. Lehre vom gesetzmäßigen Zusammenhang und von der kausalen Bedingtheit alles Geschehens, auch der menschlichen Willenshandlungen (Ende 18. Jh.), vom Verb determinieren abgeleitet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Determination · Determinierung · Festlegung
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Determination‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Determination‹.

Verwendungsbeispiele für ›Determination‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine kühle wissenschaftliche Berechnung relativiert eine angenommene Determination durch unsere Gene sehr schnell. [Die Welt, 17.07.2000]
Freiheit des Willens ist innere, geistige Determination, Entwicklung aus sich selbst. [Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 13791]
Im Tun, im Handeln herrsche freilich Determination, hier gebe es keine Freiheit, wohl aber im Sein. [Mann, Thomas: Der Zauberberg, Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 957]
Die Analytische Psychologie geht – ähnlich der Psychoanalyse – von einer unbewußten Determination literarischer Texte aus. [Langner, Ralph: Literaturpsychologie. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 22207]
Eine Determination, die ausschließlich in der Sphäre des Gefühls verbliebe, vermöchte für sich allein keine neue objektive Bestimmung zu schaffen. [Cassirer, Ernst: Philosophie der symbolischen Formen, Darmstadt: Wiss. Buchges. 1994 [1923], S. 259]
Zitationshilfe
„Determination“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Determination>.

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