Determinismus, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Determinismus · Nominativ Plural: Determinismen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung De-ter-mi-nis-mus
Wortzerlegung determinieren-ismus
Wortbildung  mit ›Determinismus‹ als Grundform: ↗deterministisch
eWDG

Bedeutung

Philosophie Lehre vom gesetzmäßigen Zusammenhang und von der kausalen Bedingtheit alles Geschehens, einschließlich der menschlichen Willenshandlungen
Beispiel:
Schmach über uns […] die wir in selbstmörderischer Schadenfreude uns in den polypenhaften Determinismus vergafft haben [ WerfelVeruntreuter Himmel9]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

determinieren · Determination · Determinismus
determinieren Vb. ‘bestimmen, festlegen, begrenzen’, um 1500 aus gleichbed. lat. dētermināre entlehnt, vgl. lat. termināre ‘ab-, begrenzen, ermessen, bestimmen, beendigen’, zu lat. terminus ‘Grenzstein, Grenze, Ende, Schluß’. Determination f. ‘Festlegung, Begrenzung, Begriffsbestimmung’, um 1500 aus lat. dēterminātio (Genitiv dēterminātiōnis) ‘Abgrenzung, Grenze’, das von lat. dētermināre (s. oben) abgeleitet ist. Determinismus m. Lehre vom gesetzmäßigen Zusammenhang und von der kausalen Bedingtheit alles Geschehens, auch der menschlichen Willenshandlungen (Ende 18. Jh.), vom Verb determinieren abgeleitet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Determinismus · ↗Vorbestimmung · ↗Vorherbestimmung
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Determinismus‹

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Verwendungsbeispiele für ›Determinismus‹

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Schon seit längerem stemmt sich eine ganze Schar von Wissenschaftlern gegen diese Art des technologischen Determinismus.
C't, 2000, Nr. 9
Gegen einen solchen - weit verbreiteten - Determinismus führt er grundsätzliche informationstheoretische Bedenken an.
Die Zeit, 23.03.2000, Nr. 13
Zudem hatte man die marxistische Lehre zu einem ökonomischen Determinismus verharmlost.
Lutz, H.: Sozialdemokratie. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 28761
Das Gesetz der Schichtendetermination spricht somit keinen kategorialen Determinismus aus.
Hartmann, Nicolai: Der Aufbau der realen Welt, Berlin: de Gruyter 1940, S. 430
In ihr herrscht - nach den rational höchstentwickelten Vorstellungen - das Gesetz des Determinismus.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. II, Tübingen: Mohr 1921 [1920-1921], S. 357
Zitationshilfe
„Determinismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Determinismus>, abgerufen am 19.04.2021.

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