Deutsche, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum), nicht mit unbestimmtem Artikel · Genitiv Singular: Deutschen · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungDeut-sche
Grundformdeutsch
eWDG, 1967

Bedeutung

die deutsche Sprache im Allgemeinen
entsprechend der Bedeutung von deutsch (Lesart c), siehe auch Deutsch (Lesart 2)
Beispiele:
das Deutsche gehört zu den indogermanischen Sprachen
die Aussprache des Deutschen
die Betonung im Deutschen
etw. aus dem Deutschen, ins Deutsche übersetzen
Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist [GoetheFaustII 6771]

Thesaurus

Synonymgruppe
Deutsche  ●  Germanen  historisch · Teutonen  ironisch · Kartoffeln  ugs., scherzhaft · Krauts  ugs., engl.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Donaudeutsche · Donauschwaben
  • Taubdeutscher · Walddeutscher
  • Baltendeutsche · Deutsch-Balten · Deutschbalten  ●  Balten  veraltet
  • Buchenlanddeutsche · Bukowinadeutsche
Assoziationen
  • Germania  ●  ↗Deutschland  Hauptform · Land der Richter und Henker  sarkastisch · Teutonia  lat. · Teutschland  veraltet · ↗Kartoffelland  ugs., ironisch · Land der Dichter und Denker  ugs. · Piefkei  ugs., österr. · Schland  ugs., Verballhornung · Tschland  ugs., Verballhornung · deutsche Lande  fachspr., Jargon, werbesprachlich · grosser Kanton  ugs., schweiz.
  • Inländer · ↗Teutone  ●  Deutscher  Hauptform · Bio-Deutscher  derb, abwertend · ↗Boche  derb, franz. · ↗Fritz (engl. mil., veraltend)  derb · ↗Germane  ugs., scherzhaft-ironisch · Gummihals  derb, schweiz. · ↗Kraut  derb, engl. · Mof (niederl.)  derb · ↗Piefke  derb, österr. · Preiß  ugs., bair. · Saupreiß  derb, bair.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Amerikaner Ausland Ausländer Brite Drittel Engländer Franzose Hälfte Italiener Japaner Jude Mehrheit Ost Pole Prozent Russe Schweizer Tscheche Türke Verhältnis Vertreibung einzig jung leben lebend lernen weit Österreicher übersetzen übertragen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Deutsche‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit einigen Monaten sind die Deutschen dort nicht mehr aktiv.
Die Zeit, 09.12.2013, Nr. 50
Früher als in der Politik hatten die Deutschen in der Kultur ihre Einheit gefunden.
Lepenies, Wolf: Kultur und Politik, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 46
Wer nicht weiß, daß in der Ferne noch andere leben, soll das heißen, kann sich gar nicht recht als Deutscher empfinden.
konkret, 1998
Und dann kommen sie alle an, die braven 80 Millionen Deutschen, und jeder hat seinen anständigen Juden.
o. A.: Zweihundertvierzehnter Tag. Donnerstag, 29. August 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 34216
Und ein Chinese kann mir lieber sein als ein Deutscher.
Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 10159
Zitationshilfe
„Deutsche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Deutsche#1>, abgerufen am 24.10.2019.

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Deutsche, die oder der

GrammatikSubstantiv (Femininum, Maskulinum) · Genitiv Singular: Deutschen · Nominativ Plural: Deutsche(n)
Mit Pluralendung -n wird das Wort in der schwachen Flexion (bestimmter Artikel) und der gemischten Flexion (Indefinitpronomen, Possessivpronomen) gebildet, z. B. die, keine Deutschen, in der starken Flexion ist die Endung unmarkiert, z. B. zwei, einige Deutsche.
WorttrennungDeut-sche
Grundformdeutsch
Wortbildung mit ›Deutsche‹ als Erstglied: ↗Deutschenhass · ↗Deutschenhasser · ↗deutschenfeindlich · ↗deutschenfreundlich · ↗deutscherseits
 ·  mit ›Deutsche‹ als Letztglied: ↗Afrodeutsche · ↗Auslandsdeutsche · ↗Beutedeutsche · ↗Großdeutsche · ↗Jungdeutsche · ↗Kleindeutsche · ↗Norddeutsche2 · ↗Ostdeutsche2 · ↗Reichsdeutsche · ↗Russlanddeutsche · ↗Schweizerdeutsche2 · ↗Sudetendeutsche · ↗Süddeutsche2 · ↗Ungarndeutsche · ↗Volksdeutsche · ↗Westdeutsche2 · ↗Wolgadeutsche
eWDG, 1967

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von deutsch
1.
Person, die die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt
Beispiele:
er ist Deutscher
sie ist Deutsche
alle Deutschen
wir Deutsche, Deutschen
ein aufrechter Deutscher
ein gebürtiger, eingewanderter Deutscher
bei der Olympiade erkämpften die Deutschen etliche Medaillen (= erkämpften die deutschen Sportler einige Medaillen)
2.
nach Abstammung und Muttersprache dem deutschen Volke Zugehörige, Zugehöriger

Thesaurus

Synonymgruppe
Deutsche  ●  Germanen  historisch · Teutonen  ironisch · Kartoffeln  ugs., scherzhaft · Krauts  ugs., engl.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Donaudeutsche · Donauschwaben
  • Taubdeutscher · Walddeutscher
  • Baltendeutsche · Deutsch-Balten · Deutschbalten  ●  Balten  veraltet
  • Buchenlanddeutsche · Bukowinadeutsche
Assoziationen
  • Germania  ●  ↗Deutschland  Hauptform · Land der Richter und Henker  sarkastisch · Teutonia  lat. · Teutschland  veraltet · ↗Kartoffelland  ugs., ironisch · Land der Dichter und Denker  ugs. · Piefkei  ugs., österr. · Schland  ugs., Verballhornung · Tschland  ugs., Verballhornung · deutsche Lande  fachspr., Jargon, werbesprachlich · grosser Kanton  ugs., schweiz.
  • Inländer · ↗Teutone  ●  Deutscher  Hauptform · Bio-Deutscher  derb, abwertend · ↗Boche  derb, franz. · ↗Fritz (engl. mil., veraltend)  derb · ↗Germane  ugs., scherzhaft-ironisch · Gummihals  derb, schweiz. · ↗Kraut  derb, engl. · Mof (niederl.)  derb · ↗Piefke  derb, österr. · Preiß  ugs., bair. · Saupreiß  derb, bair.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Amerikaner Ausland Ausländer Brite Drittel Engländer Franzose Hälfte Italiener Japaner Jude Mehrheit Ost Pole Prozent Russe Schweizer Tscheche Türke Verhältnis Vertreibung einzig jung leben lebend lernen weit Österreicher übersetzen übertragen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Deutsche‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit einigen Monaten sind die Deutschen dort nicht mehr aktiv.
Die Zeit, 09.12.2013, Nr. 50
Früher als in der Politik hatten die Deutschen in der Kultur ihre Einheit gefunden.
Lepenies, Wolf: Kultur und Politik, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 46
Wer nicht weiß, daß in der Ferne noch andere leben, soll das heißen, kann sich gar nicht recht als Deutscher empfinden.
konkret, 1998
Und dann kommen sie alle an, die braven 80 Millionen Deutschen, und jeder hat seinen anständigen Juden.
o. A.: Zweihundertvierzehnter Tag. Donnerstag, 29. August 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 34216
Und ein Chinese kann mir lieber sein als ein Deutscher.
Dohm, Hedwig: Christa Ruland. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1902], S. 10159
Zitationshilfe
„Deutsche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Deutsche#2>, abgerufen am 24.10.2019.

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