Devise, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Devise · Nominativ Plural: Devisen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungDe-vi-se (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1967

Bedeutung

Wahlspruch, Losung
Beispiele:
seine Devise ist ...
Offenheit und Ehrlichkeit waren stets meine Devise
das Fest fand unter, nach der Devise ... statt
Abwarten. Das war leider die Devise seines Lebens geworden [Feuchtw.Nero77]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Devise · Devisen
Devise f. ‘Wahlspruch, Losung’, in der 2. Hälfte des 16. Jhs. im Sinne von ‘Wappenspruch, -emblem’ aus gleichbed. mfrz. frz. devise entlehnt; ursprünglich das ‘abgeteilte Feld im Wappen’, danach der darin angebrachte ‘Sinnspruch’, seit Anfang des 18. Jhs. allgemein ‘Leitspruch des Handelns, Motto’. Frz. devise ist vom Verb afrz. frz. deviser ‘teilen, zu-, abteilen’, dann ‘anordnen, erzählen’, abgeleitet, das auf vlat. *dēvīsāre, *dīvīsāre (zu lat. dīvīsum, Part. Perf. von lat. dīvidere ‘teilen’, s. ↗dividieren) zurückgeht. Devisen Plur. ‘im Ausland zahlbare Wechsel’ (um 1830), ein unerklärter, wohl im Dt. aufgekommener Wortgebrauch, vgl. Schirmer in: Mutterprache (1949) 68; seit der Inflation von 1923 ‘Zahlungsmittel in ausländischer Währung’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Devise · ↗Leitsatz · ↗Leitspruch · ↗Losung · ↗Maxime · ↗Motto · ↗Parole · ↗Sinnspruch · ↗Slogan · ↗Wahlspruch  ●  ↗Mantra  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abfluß Ankauf Beschaffung Derivat Edelmetall Eigenhandel Erdöl Gold Import Rohstoff Valuta Wertpapier Zuteilung anfallend ausgeben ausgegeben ausländisch begehrt benötigt beschaffen eintauschen erwirtschaften hart heißen konvertierbar kostbar lauten umtauschen verdient verfahren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Devise‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gottes Devise, hast du gedacht, ist, verbrannte Erde zu hinterlassen.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 168
Lieber unbezahlte Überstunden als gar kein Job, lautet die Devise.
Die Welt, 25.06.2003
Erst nachdem der Kurs schon kräftig nachgegeben hatte, wechselten sie die Richtung: "Halten" lautete fortan die Devise.
Der Tagesspiegel, 10.12.1999
Nicht nicht hingehen - diese Devise gilt auch für interessante Dinge am Rande der Stadt.
Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 311
Und somit gebe ich dem zu gründenden Bund ein Motto, eine Devise.
Kreuder, Ernst: Die Gesellschaft vom Dachboden, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1978 [1946], S. 28
Zitationshilfe
„Devise“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Devise>, abgerufen am 16.11.2018.

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