Diäten

GrammatikSubstantiv · wird nur im Plural verwendet
WorttrennungDi-äten · Diä-ten (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Diäten‹ als Erstglied: ↗Diätendozent · ↗Diätenerhöhung  ·  mit ›Diäten‹ als Letztglied: ↗Abgeordnetendiäten · ↗Reisediäten · ↗Tagesdiäten
 ·  formal verwandt mit: ↗Diätar
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Bezüge der Abgeordneten eines Parlaments o. Ä. in Form von Tagegeld, Aufwandsentschädigung u. a.
2.
Einkommen bestimmter außerplanmäßiger Lehrkräfte (Diätendozenten) an Hochschulen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Diät2 · Diäten
Diät2 f. ‘Verhandlung, Tagung’ (15. Jh.; vgl. entsprechendes frz. diète ‘tagende Versammlung’), Diäten Plur. ‘Tagungsgelder, Aufwandsentschädigung für Parlamentarier’ (18. Jh.). Entlehnt aus mlat. dieta f. ‘festgesetzter Tag, Tagung’ (zu lat. diēs m. f. ‘Tag’).

Thesaurus

Synonymgruppe
Abgeordnetenbezüge · Diäten
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anhebung Ankoppelung Aufwandsentschädigung Besoldung Besoldungsgruppe Bundestagsabgeordnete Einfrieren Einkommensentwicklung Erhöhung Europa-Abgeordnete Koppelung Kopplung Kostenpauschale Landtagsabgeordnete Nebeneinkünfte Nullrunde Parlamentarier Parteikasse Richterbesoldung Volksvertreter abgeordnet anrechnen aufbessern kohlenhydratarm koppeln monatlich steuerpflichtig verrechnen versteuernd Übergangsgeld

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Diäten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zum einen sei es falsch gewesen, ein Gesetz zur Erhöhung der Diäten schon ab Juni zu verabschieden.
Die Welt, 25.04.2003
Wer fehlt, kriegt nämlich 100 Mark von den Diäten abgezogen.
Der Tagesspiegel, 13.12.2001
Von Staats wegen erhielt jetzt jeder durch Empfang von Diäten auch die tatsächliche Fähigkeit, von seinem Recht, diese Posten zu bekleiden, Gebrauch zu machen.
Heuß, Alfred: Hellas. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 3729
Eine Parteiunterstützung gab es damals noch nicht, für Diäten war kein Geld vorhanden.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 3896
Die Diäten hatten mit drei Mark pro Tag begonnen und waren um diese Zeit auf fünf Mark pro Tag gestiegen; dazu kam eine kleine Wohnungsentschädigung.
Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 2. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 1295
Zitationshilfe
„Diäten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Diäten>, abgerufen am 24.05.2019.

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