Diagnose, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Diagnose · Nominativ Plural: Diagnosen
Aussprache
WorttrennungDi-ag-no-se · Dia-gno-se
HerkunftGriechisch
formal verwandt mitdiagnostisch
Wortbildung mit ›Diagnose‹ als Erstglied: ↗Diagnoseprogramm  ·  mit ›Diagnose‹ als Letztglied: ↗Differentialdiagnose · ↗Differenzialdiagnose · ↗Fehldiagnose · ↗Ferndiagnose · ↗Röntgendiagnose · ↗Selbstdiagnose · ↗Ultraschalldiagnose · ↗Verdachtsdiagnose · ↗Zeitdiagnose
eWDG, 1967

Bedeutung

Medizin Erkennung und Benennung einer Krankheit
Beispiele:
eine vorläufige, schnelle, genaue, sichere, richtige, falsche Diagnose
eine Diagnose stellen, bestätigen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Diagnose · diagnostisch · Diagnostik · diagnostizieren
Diagnose f. ‘Erkennung und Bestimmung einer Krankheit’ (19. Jh.), zuvor (2. Hälfte 18. Jh.) Diagnosis, Entlehnung von griech. diágnōsis (διάγνωσις) ‘Unterscheidung, Beurteilung, Erkenntnis, besonders die Beurteilung einer Krankheit durch den Arzt’, Bildung zu griech. diagignṓskein (διαγιγνάσκειν) ‘genau, durch und durch erkennen, unterscheiden, beurteilen’; vgl. griech. gignṓskein (γιγνώσκειν) ‘erkennen’ (s. ↗Prognose). diagnostisch Adj. (um 1800); vgl. griech. diagnōstikós (διαγνωστικός) ‘zum Unterscheiden gehörig, geeignet’. Diagnostik f. ‘Lehre von der Erkennung und Bestimmung der Krankheiten’ (vereinzelt im 19. Jh., häufiger im 20. Jh.), gebildet zu Diagnose bzw. diagnostisch. diagnostizieren Vb. ‘eine Krankheit erkennen und bestimmen’ (Mitte 19. Jh.).

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Krankheitserkennung · ↗Untersuchungsergebnis  ●  ↗Befund  fachspr. · Diagnose  fachspr.
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arzt Behandlung Brustkrebs Krankheit Mannschaftsarzt Röntgenbild Schizophrenie Schock Therapie Therapievorschlag ausstehen bitter eindeutig erschütternd erstellen exakt falsch frühzeitig gestellt klinisch lauten medizinisch niederschmetternd pränatal psychiatrisch schrecklich vernichtend vorgeburtlich zutreffend ärztlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Diagnose‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zielstrebig nähert er sich über 45 Minuten seiner finalen Diagnose.
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2004
Auch die fatale Diagnose bringt sie nur kurz ins Taumeln.
Der Tagesspiegel, 04.09.2003
Die drei Männer sehen einander an; die Diagnose steht fest.
Spoerl, Heinrich: Die Feuerzangenbowle, München: Piper o.J. [1933], S. 192
Ich hielt natürlich diese paradoxe Diagnose für einen schlechten Witz.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26465
Es schien richtiger, nicht die Diagnose von der Therapie, sondern die Therapie von der Diagnose abhängig zu machen.
Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation - Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen Bd. 2, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1992 [1939], S. 307
Zitationshilfe
„Diagnose“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Diagnose>, abgerufen am 23.04.2019.

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