Diagonale, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Diagonale · Nominativ Plural: Diagonalen
Aussprache
WorttrennungDi-ago-na-le · Dia-go-na-le (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Diagonale‹ als Letztglied: ↗Bildschirmdiagonale · ↗Flächendiagonale · ↗Körperdiagonale · ↗Raumdiagonale · ↗Seitendiagonale
eWDG, 1967

Bedeutung

Mathematik Gerade, die zwei nicht benachbarte Ecken eines Vielecks miteinander verbindet
Beispiel:
eine Diagonale ziehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

diagonal · Diagonale
diagonal Adj. ‘zwei nicht benachbarte Ecken eines Vielecks miteinander verbindend, schräg, quer verlaufend’ (2. Hälfte 18. Jh.; zuvor als Bestimmungswort in Zusammensetzungen, vgl. Diagonal-lini, 16. Jh., lini diagonalis, Ende 15. Jh.), entlehnt aus lat. diagōnālis, einer Weiterbildung von gleichbed. lat. diagōnios, griech. diagṓnios (διαγώνιος) ‘von einem Winkel zum anderen, von Ecke zu Ecke’, zu griech. gōnía (γωνία) ‘Winkel, Ecke’; vgl. griech. gṓnios (γώνιος), gōniakós (γωνιακός) ‘winklig, eckig’. Griech. gōnía ist verwandt mit griech. góny (γόνυ) ‘Knie’, lat. genu sowie ↗Knie (s. d.). Diagonale f. zwei nicht benachbarte Ecken eines Vielecks miteinander verbindende Gerade, schräg, quer auf einer Fläche oder im Raum verlaufende Linie, anfangs Diagonal (16. Jh.) mit dem Plur. Diagonals (17. Jh.), danach Diagonale (18. Jh.), wohl verkürzt aus Diagonallinie, lat. līnea diagōnālis (s. oben).
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bildschirm Display Dreiecken Ekstase Flachbildschirme Geraden Horizontalen Komposition Kurven Königsläufers Läufer Plasma-Bildschirm Quadrats Rechteck Schnittpunkt Schrägen Senkrechten Vertikalen Winkel Zentimeter Zoll cm durchquert durchschneidet dynamische kühne mißt sichtbare steilen

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DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Positiv fällt das verhältnismäßig große Display mit einer Diagonalen von 6 cm auf.
C't, 1998, Nr. 17
Dann kommt eine Diagonale dazu, sie beginnt links unten und steigt gleichmäßig an: das ist »die Anna«.
Die Zeit, 07.01.2009, Nr. 03
Viereckige Tücher werden in der Diagonale zusammengelegt und dann wie dreieckige behandelt.
Hauke, Hugo: Unterrichtsbuch für die freiwilligen Hilfskräfte der Deutschen Frauenvereine vom Roten Kreuz. Berlin: Mittler 1932, S. 95
Fläche ist gegen Raum gestellt, Fülle gegen Leere, Orthogonale gegen Diagonale.
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 151
Die von rechts oben nach links unten laufenden Diagonalen haben darum alle den gleichen ersten Stellenwert.
Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 1068
Zitationshilfe
„Diagonale“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Diagonale>, abgerufen am 15.12.2017.

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