Diamant, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Diamanten · Nominativ Plural: Diamanten
Aussprache 
Worttrennung Di-amant · Dia-mant
Wortbildung  mit ›Diamant‹ als Erstglied: ↗Diamantbohrer · ↗Diamantbrosche · ↗Diamantcollier · ↗Diamantencollier · ↗Diamantengeschmeide · ↗Diamantenhalsband · ↗Diamantenkette · ↗Diamantenmine · ↗Diamantenring · ↗Diamantenschleifer · ↗Diamantenschmuck · ↗Diamantensplitter · ↗Diamantenstaub · ↗Diamantenvorkommen · ↗Diamantgeschmeide · ↗Diamantgravierung · ↗Diamanthalsband · ↗Diamantkette · ↗Diamantleim · ↗Diamantmine · ↗Diamantnadel · ↗Diamantring · ↗Diamantschleifer · ↗Diamantschmuck · ↗Diamantsplitter · ↗Diamantstaub · ↗Diamanttinte · ↗Diamantvorkommen · ↗diamantbesetzt · ↗diamantenbesetzt · ↗diamantengeschmückt · ↗diamantgeschmückt
 ·  mit ›Diamant‹ als Letztglied: ↗Industriediamant
Herkunft aus gleichbedeutend diamantafrz < adámāsgriech (ἀδάμας) ‘äußerst harter Stoff, Stahl, Diamant’, eigentlich ‘der unbezwingbare (Stein)’ < damnánaigriech (δαμνάναι) ‘bezwingen’
DWDS-Vollartikel

Bedeutungen

1.
aus modifiziertem Kohlenstoff bestehender, wertvoller, meist farblos klarer, das Licht stark brechender Edelstein mit der größten Härte unter den natürlichen Stoffen, der überwiegend für Schmuck oder industriell für Bohr-, Schneid- und Schleifwerkzeuge verwendet wird
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein lupenreiner, einkarätiger, roher, ungeschliffener, geschliffener, funkelnder, synthetischer, künstlicher, unechter Diamant
als Akkusativobjekt: Diamanten entdecken, fördern, schleifen, ankaufen, exportieren, herstellen, produzieren
in Präpositionalgruppe/-objekt: ein Ring, ein Collier mit einem Diamanten; das Vorkommen von, an, die Entdeckung von, der Schmuggel von, der Handel mit Diamanten; etw. ist mit Diamanten besetzt
hat Präpositionalgruppe/-objekt: ein Diamant von [z. B. 4] Karat
als Aktivsubjekt: ein Diamant blitzt, funkelt, glänzt, glitzert, leuchtet, stammt [aus einem Gebiet, von einem Ort]
mit Prädikativ: ein Diamant ist unvergänglich
in Koordination: Rubine, Saphire, Smaragde und Diamanten
in vergleichender Wort-/Nominalgruppe: funkeln, glitzern, strahlen, leuchten wie ein Diamant
als Genitivattribut: die Härte eines Diamanten
Beispiele:
Zirka 20 Prozent der weltweit geförderten Diamanten landen in der Schmuckindustrie. Seine hohe Lichtbrechung und sein starker Glanz machen das Mineral zum Edelstein. Spezielle Schliffe wie etwa der Brillantschliff entfachen das Feuer eines Diamanten erst richtig […]. [Neue Zürcher Zeitung, 15.04.2007]
Saphir ist nach dem Diamant das zweithärteste Mineral auf der Erde. [Der Standard, 07.10.2014]
Seit 1955 können Diamanten künstlich hergestellt werden. Bei diesem Prozess wird Grafit in einer hydraulischen Presse bei Temperaturen von 1.500 Grad zusammengepresst. In wenigen Wochen entsteht ein sogenannter Industriediamant. [Neue Zürcher Zeitung, 06.09.2012]
Der Preis eines Diamanten hängt vom Schliff, von der Reinheit, Farbe und Gewicht (Karat) ab. [Neue Zürcher Zeitung, 02.04.2012]
Mit Diamanten schneidet man Glas und Beton, bohrt nach Öl, formt Werkzeuge, schleift andere Rohdiamanten zu Juwelen. [Die Zeit, 25.09.2008]
Größter künstlicher Diamant hergestellt [Überschrift] […] [Süddeutsche Zeitung, 07.03.1996]
Auf dem Gelände der Premier‑Mine wurde 1905 der größte Diamant entdeckt, der bis heute zutage gefördert worden ist: der sogenannte Cullinan‑Diamant mit einem Rohgewicht von 3.025 3/4 Karat. [Der Spiegel, 28.08.1957]
Der Kohlenstoff hat z. B. drei allotrop. Modifikationen (Diamant, Graphit und amorphe Kohle). [Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 1875]
2.
selten aus Diamant (1) gefertigte Abtastnadel für die Tonabnehmer von Plattenspielern
Beispiele:
Die 1958 gegründete Firma stellte ursprünglich Edelsteine für die Uhrenindustrie und Diamanten für Plattenspieler her […]. [Neue Zürcher Zeitung, 12.06.2002]
Die zwei feinen Rillen [der Schallplatte] – auf jeder Seite eine – müssen nicht nur sauber, sondern mikroskopisch rein sein, […] damit der Diamant seinen Weg findet und der gute Ton […] ungedämpft ans Ohr dringt. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.08.2001]

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Diamant · Demant
Diamant m. Bezeichnung für das aus reinem Kohlenstoff bestehende härteste Mineral; in geschliffener Form wertvoller Edelstein. Mhd. dīamant, dīemant, mnd. dēmant (15. Jh.) sind Entlehnungen von afrz. diamant. Voraus geht mlat. diamas, diamans (in den flektierten Formen diamant-; vgl. schon spätlat. diamas, bezeugt als Name eines Pferdes), das wahrscheinlich über *adimas aus lat. adamās, auch adamāns (Genitiv adamantis), griech. adámās (ἀδάμας) ‘äußerst harter Stoff, Stahl, Diamant’ entstanden ist unter Anlehnung an Präfixkomposita mit ↗dia- (s. d.). Griech. adámās, eigentlich ‘der unbezwingbare (Stein)’, ist mit verneinendem a- (ἀ- privativum) zum Verb damnánai (δαμνάναι) ‘bezwingen’ gebildet. Die häufige Nebenform Demant m. (z. B. bei Luther und in poetischer Sprache bis ins 20. Jh.) stammt wohl aus dem Nd.

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Diamant [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Blutdiamant · Konfliktdiamant
Synonymgruppe
(geschliffener) Diamant · ↗Brillant  ●  ↗Brilli  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Diamant‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Diamant‹.

Zitationshilfe
„Diamant“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Diamant>, abgerufen am 02.03.2021.

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