Dienstbarkeit, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Dienstbarkeit · Nominativ Plural: Dienstbarkeiten
Aussprache 
Worttrennung Dienst-bar-keit
Wortzerlegung dienstbar -keit
eWDG

Bedeutungen

1.
Dienstbereitschaft, Willfährigkeit
Grammatik: meist im Singular
Beispiele:
die Bauern lebten früher in drückender Dienstbarkeit (= Leibeigenschaft)
nach erbitterten Kämpfen gegen die Türken befreiten sich die Bulgaren und Griechen von jahrhundertelanger Dienstbarkeit (= Untertänigkeit, Knechtschaft)
Der Lehrer kam jetzt auf ihn zu mit einer so gelehrten und zutunlichen Dienstbarkeit [ FedererBerge128]
2.
Jura dingliches Recht an einem fremden Grundstück
Beispiel:
eine beschränkt persönliche Dienstbarkeit

Thesaurus

Synonymgruppe
Dienstbarkeit · Gefügigkeit · Servilität · Unterwürfigkeit
Oberbegriffe
Assoziationen
Jura
Synonymgruppe
Dienstbarkeit  ●  Servitut  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Dienstbarkeit‹ (berechnet)

baubeschränkend beschränkt persönlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dienstbarkeit‹.

Verwendungsbeispiele für ›Dienstbarkeit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer einmal die Freiheit geschmeckt habe, begebe sich nicht freiwillig wieder in die Dienstbarkeit. [Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 216]
Sie befreit sich aus der Dienstbarkeit der Religion und wagt es, diese selbst zum Objekt erkenntniskritischer Methoden zu machen. [Spengler, Oswald: Der Untergang des Abendlandes, München: Beck 1929 [1918], S. 465]
Die Ausübung der Dienstbarkeit kann einem anderen nur überlassen werden, wenn die Überlassung gestattet ist. [o. A.: Bürgerliches Gesetzbuch. In: Schönfelder: Deutsche Gesetze : Sammlung des Zivil-, Straf- und Verfahrensrechts, München: Beck 1997]
Zur Dienstbarkeit der Dichtung gehört auch der Dienst an der Religion. [Mann, O.: Dichtung und Religion. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 21681]
Dies freiwillig zu tun, fremde Zwecke prinzipiell zu respektieren, bedeutet Dienstbarkeit. [o. A.: MORAL - DAS GUTE GEWISSEN DER KLASSENGESELLSCHAFT. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1986]]
Zitationshilfe
„Dienstbarkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dienstbarkeit>.

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