Diffamierung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Diffamierung · Nominativ Plural: Diffamierungen
Aussprache  [dɪfaˈmiːʀʊŋ]
Worttrennung Dif-fa-mie-rung
Wortzerlegung  diffamieren -ung
Wortbildung  mit ›Diffamierung‹ als Erstglied: Diffamierungskampagne
ZDL-Verweisartikel

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von diffamieren, Synonym zu Verunglimpfung
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine gezielte, pauschale, persönliche, üble Diffamierung
als Akkusativobjekt: jmdm. eine Diffamierung vorwerfen
in Präpositionalgruppe/-objekt: Opfer von, eine Welle von Diffamierungen; eine Klage wegen einer Diffamierung; sich gegen eine Diffamierung verwahren, wehren
mit Genitivattribut: eine Diffamierung des Gegners
in Koordination: Beleidigung, Verleumdung und Diffamierung
hat Präpositionalgruppe/-objekt: die Diffamierung von Andersdenkenden, Juden, Religionen
Beispiele:
Nach Angaben von Sprachexperten war der Begriff »Lügenpresse« schon im Ersten Weltkrieg ein »zentraler Kampfbegriff« und wurde dann später unter den Nationalsozialisten zur Diffamierung unabhängiger Medien genutzt. [Die Welt, 14.01.2015]
Am Sonntag muss es auch vorbei sein mit den vielen Diffamierungen, Anschuldigungen und schmutzigen Behauptungen, die kurz vor der Stichwahl aus verschiedenen Richtungen in die Öffentlichkeit gebracht worden sind. [Allgemeine Zeitung, 09.11.2019]
Die grassierende moralische Diffamierung Andersdenkender kostet am Ende viel mehr Freiheit als die Terrorgefahr: die Gedankenfreiheit nämlich, die es heute mehr denn je braucht, um Komplexität zu bewältigen. [Die Zeit, 04.12.2017, Nr. 50]
Namhafte Professoren und Autoren unterzeichneten zum Mordanschlag auf Rudi Dutscke eine Erklärung, in der davon die Rede war, wie durch gezielte Diffamierung einer Minderheit zur Gewalttätigkeit gegen sie aufgereizt worden ist[…]. [Hannover, Heinrich: Die Republik vor Gericht 1954 –1974, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1998], S. 252]
Auch die willkürliche Einmischung in das Privatleben und in die Familie ist unzulässig; dazu gehört auch die von Nationalsozialisten und Kommunisten oft geübte Methode der Diffamierung der Eltern vor der Schulklasse. [Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 419]

letzte Änderung:

Thesaurus

Synonymgruppe
Diffamierung · Herabwürdigung · Rufschädigung · Schmähung · Verleumdung · Verunglimpfung  ●  Diffamation  geh. · Diffamie  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Diffamierung‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Diffamierung‹.

Zitationshilfe
„Diffamierung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Diffamierung>, abgerufen am 27.01.2022.

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