Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Digitalisierung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Digitalisierung · Nominativ Plural: Digitalisierungen · wird selten im Plural verwendet
Aussprache  [digitaliˈziːʀʊŋ]
Worttrennung Di-gi-ta-li-sie-rung
Wortzerlegung digitalisieren -ung
Wahrig und ZDL

Bedeutungen

1.
Informations- und Telekommunikationstechnik das Umwandeln einer analog dargestellten Größe oder eines analogen Signals in Folgen diskreter (2) Zeichen (für die elektronische Speicherung oder Verarbeitung); das Digitalisiertwerden, Digitalisiertsein
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine vollständige Digitalisierung
in Präpositionalgruppe/-objekt: mit der Digitalisierung beginnen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: die Digitalisierung von Büchern, Inhalten, Musik
Beispiele:
Bei der vollständigen Digitalisierung der Bibliothek entstehen 40 Millionen digital erfasste Seiten, von denen erste bereits einsichtig sind. [Der Standard, 09.03.2013]
Seit mehr als 170 Jahren bringen wir jede Woche eine Zeitschrift heraus, durch die Digitalisierung bieten wir unseren Lesern aber noch mehr: Viele nutzen unsere App sehr intensiv, andere hören unsere Podcasts oder lesen unsere Newsletter, viele haben uns auch bei Youtube abonniert. [Süddeutsche Zeitung, 19.08.2021]
[…] Spätestens mit der kostspieligen Digitalisierung, die in allen Archiven ansteht, stellt sich freilich die Frage nach der Auswahl. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2003]
Bei der Digitalisierung (A/D‑Wandlung) eines analogen Signals muß dieses quantisiert werden: einem Spannungsbereich von beispielsweise 0–10 Volt wird ein Wertebereich von 0 bis 255 zugeordnet. [C’t, 1995, Nr. 11]
Im Computer sind alle Daten durch Binärcodierung digital dargestellt. Man beachte, daß die Digitalisierung eines stetigen Wertebereichs als Zwischenschritt die Diskretisierung erfordert. […] [Rechenberg, Peter: Was ist Informatik? München: Hanser 1991, S. 21]
Der Adelung adelt die Digitale Bibliothek [Überschrift] Ein Vergleich zweier Digitalisierungen dieses Wörterbuchs der Hochdeutschen Mundart [Überschrift] [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.09.2001] ungewöhnl. Pl.
2.
das Umstellen von analoger auf digitale Technik
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: die zunehmende, fortschreitende Digitalisierung
als Akkusativobjekt: die Digitalisierung vorantreiben
in Präpositionalgruppe/-objekt: auf Digitalisierung setzen
mit Genitivattribut: die Digitalisierung des Fernsehens, des Telefonnetzes
Beispiele:
Digitalisierung, das kann im Extremfall auch heißen, sein Geschäftsmodell zu verändern, weil eine neue Technik auch neue Herangehensweisen verlangt. [Süddeutsche Zeitung, 30.06.2020]
Auch wegen der fortschreitenden Digitalisierung werden in Deutschland […] immer mehr Bankfilialen geschlossen. [Süddeutsche Zeitung, 17.08.2021]
Digitalisierung kostet viel Geld für entsprechende Technik und Schulungen der Mitarbeiter. [Die Welt, 17.03.2020]
Die Digitalisierung wirtschaftlicher Prozesse birgt nach Einschätzung von Microsoft enorme Potenziale für Unternehmen, die Chancen würden aber vielfach nicht erkannt. [Der Standard, 15.03.2015]
Die vor etwa zehn Jahren begonnene Digitalisierung der Kommunikation brachte die Ablösung der seit Jahrzehnten in ihren technischen Grundlagen wenig veränderten Telefontechnologie. […] [konkret, 02.02.1995]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Digitalisierung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Digitalisierung‹.

Zitationshilfe
„Digitalisierung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Digitalisierung>.

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