Dilettantismus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Dilettantismus · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungDi-let-tan-tis-mus
HerkunftItalienisch
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend Betätigung in der Kunst, in der Wissenschaft ohne gründliche Fachausbildung
Beispiele:
sein Dilettantismus in der Poesie führte zu ganz brauchbaren Leistungen
ein oberflächlicher, kläglicher, künstlerischer, wissenschaftlicher Dilettantismus
er kam nicht aus dem bloßen Dilettantismus heraus
die vier waren durchwegs Musiker und Musikanten, weit über das Maß des guten Dilettantismus hinaus [WerfelVeruntreuter Himmel8]

Thesaurus

Synonymgruppe
Dilettantismus · ↗Dummheit · ↗Ignoranz · ↗Unfähigkeit · ↗Unwissenheit  ●  Beklopptheit  ugs. · Beknacktheit  ugs. · ↗Blödheit  ugs. · ↗Doofheit  ugs. · Stümperhaftigkeit  ugs. · Trotteligkeit  ugs. · Trottligkeit  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Dummheit · ↗Einfalt · ↗Einfältigkeit · ↗Schlichtheit · ↗Torheit · ↗Unvernunft  ●  ↗Niaiserie  geh.
  • (geistig) beschränkt · ↗(geistig) minderbemittelt · ↗blöd · ↗blöde · ↗dämlich · geistig nicht (mehr) auf der Höhe · ↗idiotisch · ↗irrsinnig · keinen Grips im Kopf (haben) · nicht besonders helle · nicht gerade helle · ↗schwachköpfig · ↗stockdumm · ↗strohdumm · ↗stupid · ↗stupide · unintelligent · weiß nicht (mehr), was er sagt · weiß nicht (mehr), was er tut  ●  Stroh im Kopf (haben)  fig. · ↗dumm  Hauptform · ↗talentfrei  ironisch · (das) Pulver nicht erfunden haben  ugs. · (die) Weisheit nicht mit Löffeln gegessen haben  ugs. · (die) Weisheit nicht mit dem Schöpflöffel gegessen haben  ugs. · (ein) Spatzenhirn haben  ugs. · (jemandem) haben sie ins Gehirn geschissen  derb · (so dumm) dich beißen doch die Schweine im Galopp  ugs., Spruch · (so) dumm wie 10 Meter Feldweg  ugs. · (so) dumm wie Bohnenstroh  ugs. · (so) dumm, dass ihn die Gänse beißen  ugs. · (so) dumm, dass ihn die Schweine beißen  ugs. · (total) Banane (sein)  ugs. · (voll) panne  ugs. · ballaballa  ugs. · ↗bedeppert  ugs. · ↗behämmert  ugs. · ↗bekloppt  ugs. · ↗beknackt  ugs. · ↗belämmert  ugs. · ↗bescheuert  ugs. · beschruppt  ugs. · besemmelt  ugs. · ↗bestusst  ugs. · birnig  ugs. · ↗deppert  ugs., süddt. · ↗doof  ugs. · dumm wie Brot  ugs. · dumm wie Schifferscheiße  derb · dümmer als die Polizei erlaubt  ugs. · ↗gehirnamputiert  derb · ↗grenzdebil  derb · hirnig  ugs. · ↗hohl  ugs. · ↗merkbefreit  ugs. · naturblöd  ugs. · nicht (ganz) bei Trost  ugs. · nicht bis drei zählen können  ugs. · nicht ganz dicht  ugs. · ↗saublöd  ugs. · ↗saudoof  ugs. · ↗saudumm  ugs. · selten dämlich (Verstärkung)  ugs. · strunzdoof  ugs. · ↗strunzdumm  ugs. · strunzendumm  ugs. · unterbelichtet  ugs. · von allen guten Geistern verlassen  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arroganz Eitelkeit Genialität Größenwahn Heuchelei Ignoranz Inkompetenz Kitsch Naivität Perfektion Professionalität Uneinigkeit blank charmant erschreckend fröhlich genial genialisch gepflegt getrieben handwerklich kokettieren kultivieren liebenswert personalpolitisch pur sympathisch unglaublich wirtschaftspolitisch überbieten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dilettantismus‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Viele Dinge in diesem Büchlein haben den Charakter von flüchtigem Dilettantismus.
Altenberg, Peter: Pròdromos. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1906], S. 762
Unberechtigt ist der von seinen Gegnern lange aufrechterhaltene Vorwurf des Dilettantismus.
Pincherle, Marc: Roussel. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 40462
Ein Rest von Dilettantismus, von Nichtroutine war unverkennbar, schien mit Absicht ans Licht gestellt.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 376
Leider hat dann der krasse Dilettantismus, die Effekthascherei und Originelltuerei die Bewegung diskreditiert.
Schalcher, Traugott: Die Reklame der Straße, Wien: C. Barth 1927, S. 2
Mich stieß dieses Wirken der Theosophischen Gesellschaft durch die Trivialität und den Dilettantismus, die darinnen steckten, ab.
Steiner, Rudolf: Mein Lebensgang, Eine nicht vollendete Autobiographie. In: Oliver Simons (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1925], S. 310
Zitationshilfe
„Dilettantismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dilettantismus>, abgerufen am 20.10.2019.

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