Dirn, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Dirn · Nominativ Plural: Dirnen
Aussprache
formal verwandt mitDirne
Wortbildung mit ›Dirn‹ als Erstglied: ↗Dirnchen · ↗Dirnlein  ·  mit ›Dirn‹ als Letztglied: ↗Großdirn · ↗Kuhdirn · ↗Saudirn · ↗Stalldirn
 ·  formal verwandt mit: ↗Dirne
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
norddeutsch junges Mädchen
Beispiel:
Setzen Sie der Dirn keine Schwachheiten in den Kopf! [Th. MannBuddenbrooks1,97]
2.
süddeutsch, österreichisch Magd

Thesaurus

Synonymgruppe
(junges) Ding · ↗Mädchen · junge Dame  ●  ↗Deern  norddeutsch · Dirn(e)  veraltet, regional · ↗Fräulein  veraltet · ↗Maid  veraltet, poetisch · junge Frau  Hauptform · ↗Girl  ugs. · ↗Mädel  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • (eine) Lolita · ↗Kindfrau · ↗Unschuldsengel  ●  süßes Früchtchen  fig. · Nymphchen  geh. · ↗Nymphe  geh., bildungssprachlich
Assoziationen
  • Lehrling  ●  ↗Auszubildende  weibl. · Auszubildender  männl. · ↗Lehrmädchen  österr., bair., veraltet, weibl. · ↗Lehrtochter  schweiz., weibl. · Lernender  schweiz. · Abundzubi  ugs., abwertend, selten · ↗Azubi  ugs., Kurzform · Azubiene  ugs., weibl. · Azubine  ugs., weibl. · ↗Stift  ugs., veraltend
  • junge Dame · unverheiratete Frau  ●  ↗Demoiselle  veraltet, franz. · ↗Fräulein  veraltet · ↗Mademoiselle  franz.
  • Mädchengymnasium  ●  ↗Lyzeum  regional
  • Teen · ↗Teenager (weibl.) · ↗Teenie  ●  ↗Backfisch  veraltet · ↗Jugendliche  Hauptform, weibl. · junges Ding  weibl. · ↗Kid  ugs., engl.
  • (die) Jugend · junge Leute · junge Menschen · junges Volk · nachwachsende Generationen  ●  (die) Jungschen  ugs., regional · junges Gemüse  ugs., scherzhaft-ironisch, fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bettler Dame Dealer Dieb Gaukler Gauner Mörder Säufer Verbrecher Zuhälter ehrbar süß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dirn‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er schaut die Dirn um und um an, schaut, mißt, denkt und rechnet.
Christ, Lena: Die Rumplhanni. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1917], S. 17565
Hoffentlich habt Ihr nicht zu viel Mühe mit dem lütten Dirn gehabt.
Bild, 15.04.1999
So tumb wie sein Rotkäppchen war noch nie eine »kleine, süße Dirn« durch den Wald gestapft.
Die Zeit, 07.10.2004, Nr. 42
Kein Bauer, kein Knecht, keine Dirn und keine Tochter ist zu sehen.
Christ, Lena: Madam Bäurin. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1920], S. 4512
Und die Urgroßmutter, damals eine schmucke Dirn, mußte für sämtliche Göttinnen herhalten und war achtmal vertreten.
Spoerl, Heinrich: Die Feuerzangenbowle, München: Piper o.J. [1933], S. 144
Zitationshilfe
„Dirn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dirn>, abgerufen am 12.11.2019.

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