Dis-Dur, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Dis-Dur(s) · wird nur im Singular verwendet
Aussprache [ˈdɪsduːɐ̯] · [dɪsˈduːɐ̯]
Worttrennung Dis-Dur
Wortzerlegung DisDur
Rechtschreibregeln § 40 (1), § 55 (1)
Formgeschichte Im Laufe der Musikgeschichte gab es immer wieder Varianz in der Schreibung der Tonarten. Vor allem in der heutigen Musik hat sich jedoch die Konvention durchgesetzt, den Grundton bei Durtonarten großzuschreiben, bei Molltonarten hingegen klein. So heißt es also beispielsweise C‑Dur, aber c‑Moll.
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

auf dem Grundton Dis basierendes enharmonisches Äquivalent der Tonart Es-Dur
Beispiele:
Mit beinahe nervöser Hast, mit revolutionärem Schwung, dabei aber äußerster Genauigkeit der Intonation ließ er die Sonate Nr. 4 Dis-Dur erklingen. [Leipziger Volkszeitung, 30.03.2009]
Wohl kommt es wie bei anderen auch bei ihm [Chopin] oft vor, daß er, um nicht in zu entfernte Tonarten zu geraten, beispielsweise von Dis-Dur statt nach Ais‑Dur nach B‑Dur zu modulieren gezwungen ist; innerhalb der Tonalität aber ist er stets musterhaft korrekt. [Richter, Alfred: Aus Leipzigs musikalischer Glanzzeit, Erinnerungen eines Musikers. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690–1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 55568]
»Was ist dies für ein großartiges Land«, jauchzte der Dirigent Georg Solti einmal »welch ein herrliches Land, in dem der Premierminister fragt: ›War das ein Akkord in Dis-dur oder dis‑moll?‹« [Der Spiegel, 04.02.1974]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Dis-Dur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dis-Dur>, abgerufen am 21.01.2021.

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