Diskrepanz, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Diskrepanz · Nominativ Plural: Diskrepanzen
Aussprache
WorttrennungDis-kre-panz (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1967

Bedeutung

Missverhältnis, Unstimmigkeit zwischen zwei Sachen
Beispiele:
eine auffallende, unerklärliche Diskrepanz
hier sind, bestehen Diskrepanzen
die Diskrepanz zwischen Denken und Tun, zwischen Wunsch und Wirklichkeit
unsere bisherige Geschichte charakterisiert die Diskrepanz zwischen der Staatsmacht und jeder Bemühung um ein geistiges Leben [BecherMacht der Poesie231]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Diskrepanz f. ‘Mißverhältnis, Unstimmigkeit, Mißhelligkeit’, entlehnt (Ende 16. Jh.) aus lat. discrepantia, Verbalabstraktum zu lat. discrepāre ‘nicht übereinstimmen, disharmonieren, in Widerspruch stehen, abweichen’, zu lat. crepāre ‘kurz abgebrochene Laute von sich geben, bersten, platzen, zugrunde gehen’ (s. ↗krepieren) und ↗dis-.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abweichung · Diskrepanz · ↗Misshelligkeit · ↗Missverhältnis · Nichtübereinstimmen · ↗Nichtübereinstimmung · ↗Uneinigkeit · ↗Ungereimtheit(en) · ↗Unstimmigkeit(en) · ↗Unterschied · ↗Verschiedenheit · ↗Widerspruch · ↗Widersprüchlichkeit(en)  ●  ↗Inkonsistenz  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
Disproportion · ↗Disproportionalität · ↗Missverhältnis · ↗Unausgeglichenheit · Unproportioniertheit · ↗Unverhältnismäßigkeit  ●  Diskrepanz  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anspruch Außen Fremdbild Können Lebenswirklichkeit Realität Schein Sein Sonntagsrede Verfassungswirklichkeit Wahrnehmung Wirklichkeit auffallend auffällig auftun aufzeigen augenfällig eklatant enorm erheblich grotesk irritierend krass merkwürdig offenkundig offensichtlich stilistisch unübersehbar wachsend überbrücken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Diskrepanz‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit der Klärung dieser Diskrepanz allerdings hält sich die Auswertung zurück.
Süddeutsche Zeitung, 26.06.2004
Das spielerische Überbrücken der realisierten inhaltlichen Diskrepanz bereitet ihm Vergnügen.
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 171
Eine die geisteswissenschaftliche Entwicklung nicht mehr tragende Theologie vermochte die hier entstandene Diskrepanz nicht zu bewältigen.
Klein, J.: Pantheismus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 14559
Und das ist schlimm, denn solche Diskrepanz ist ein schlechtes Zeichen.
Die Zeit, 20.03.1952, Nr. 12
Die Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot sollte daher über den hohen Preis geregelt werden.
Tippach-Schneider, Sabine: Das große Lexikon der DDR-Werbung, Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf 2002, S. 31
Zitationshilfe
„Diskrepanz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Diskrepanz>, abgerufen am 12.11.2019.

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