Diskriminierung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Diskriminierung · Nominativ Plural: Diskriminierungen
Aussprache 
Worttrennung Dis-kri-mi-nie-rung
Herkunft Latein
Wortbildung  mit ›Diskriminierung‹ als Erstglied: ↗Diskriminierungsverbot · ↗diskriminierungsfrei  ·  mit ›Diskriminierung‹ als Letztglied: ↗Altersdiskriminierung · ↗Antidiskriminierung · ↗Nichtdiskriminierung
eWDG, 1967

Bedeutung

Herabsetzung, Herabwürdigung in der Geltung, im Wert
Beispiel:
die politische Diskriminierung eines Menschen, Staates
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

diskriminieren · Diskriminierung
diskriminieren Vb. ‘herabsetzen, herabwürdigen’, im 16. Jh. zu lat. discrīmināre ‘trennen, absondern, unterscheiden’ und lat. discrīmen ‘das Trennende, Unterschied, Abstand’ gebildet, verwandt mit lat. discernere (s. ↗diskret). Die moderne Bedeutung ist als ‘jmdn. absondern, ihn durch unangemessene, unwürdige Behandlung in den Augen der anderen herabsetzen’ zu erklären. Diskriminierung f. ‘Herabsetzung’ (20. Jh.); spätlat. discrīminātio (Genitiv discrīminātiōnis) ‘Scheidung, Absonderung’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Benachteiligung · Diskriminierung · ↗Ungleichbehandlung
Assoziationen
Synonymgruppe
Diskriminierung · ↗Einseitigkeit · ↗Rechtswidrigkeit · ↗Ungerechtigkeit
Synonymgruppe
Abgrenzung · ↗Differenzierung · ↗Trennung · ↗Unterscheidung  ●  ↗Differentiation  fachspr. · Diskriminierung  fachspr. · ↗Distinktion  geh.
Unterbegriffe
  • Entgeltdifferenzierung · Gehaltsdifferenzierung · Lohndifferenzierung
  • Standesgrenze · ↗Standesschranke
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Diskriminierung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Diskriminierung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Diskriminierung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Darüber hinaus würde dies eine nicht hinnehmbare Diskriminierung inländischer Hersteller bedeuten.
Der Tagesspiegel, 08.03.2001
Spricht eigentlich wirklich was dagegen, sexistische Diskriminierungen in der Sprache zu vermeiden?
Süddeutsche Zeitung, 27.01.2001
Eine Diskriminierung der Deutschen stünde daher auch nicht mehr zur Diskussion.
Nr. 268: Erstes Treffen der Außenminister der Zwei plus Vier vom 5. Mai 1990. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1990], S. 27396
Daß Frauen sich ständig unfair attackiert fühlen und alles als Diskriminierung auslegen, liegt daran, daß sie den männlichen Dialekt nicht verstanden haben.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 133
Denselben Fehler beging Sulla mit der Diskriminierung der Kinder der Proskribierten.
Heuß, Alfred: Das Zeitalter der Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 26102
Zitationshilfe
„Diskriminierung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Diskriminierung>, abgerufen am 11.08.2020.

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