Disqualifizierung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungDis-qua-li-fi-zie-rung (computergeneriert)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Qualität · qualitativ · qualifizieren · qualifiziert · Qualifizierung · Qualifikation · disqualifizieren · Disqualifikation · Disqualifizierung
Qualität f. ‘Beschaffenheit, Eigenschaft, Verfassung’, handelssprachlich ‘(guter) Zustand, alle Erwartungen zufriedenstellende Ausführung (von Waren), Güte’, entlehnt (1. Hälfte 16. Jh.) aus lat. quālitās (Genitiv quālitātis) ‘Beschaffenheit, Verhältnis, Eigenschaft’, einer Bildung zu lat. quālis ‘wie beschaffen, von welcher Art’. Der Ausdruck gilt zunächst in der Heilkunde (Temperamentenlehre) im Sinne von ‘Eigenschaft, Merkmal’, gewinnt danach (17. Jh.) besonders Gewicht in der Kaufmannssprache (unter Einfluß von frz. qualité) und entwickelt vielfältige fachsprachliche Bedeutungsnuancen. qualitativ Adj. ‘der Beschaffenheit, dem Werte nach, die Qualität betreffend’ (19. Jh.), frz. qualitatif, spätlat. quālitātīvus. qualifizieren Vb. ‘geeignet, fähig, brauchbar machen, den Eignungsnachweis erbringen’ (16. Jh.), in der Sportsprache (reflexiv) ‘die zur Teilnahme an einem Wettkampf erforderliche Leistung erbringen’ (Anfang 20. Jh.), häufig qualifiziert Part.adj. ‘geeignet, brauchbar, anspruchsgerecht’ (16. Jh.); mlat. qualificare ‘charakterisieren, näher bestimmen’ (zu lat. quālis, s. oben, und facere ‘machen, tun’; im Sport nach entsprechendem engl. to qualify); dazu Qualifizierung f. ‘Weiterentwicklung, Tauglichkeitsnachweis, Befähigung’ (17. Jh.); älter Qualifikation f. ‘Eignung, Befähigung, Ausbildungsgrad’ (16. Jh.), mlat. qualificatio (Genitiv qualificationis). Als negative Entsprechungen disqualifizieren Vb. ‘untauglich machen, die Tauglichkeit absprechen, degradieren’ (Mitte 19. Jh.), in der Sportsprache ‘wegen eines Regelverstoßes vom Wettbewerb ausschließen’ (Anfang 20. Jh.), letzteres nach engl. to disqualify (zuerst ‘vom Pferderennen ausschließen’); Disqualifikation f. (Mitte 19. Jh.) und Disqualifizierung f. ‘Aberkennung der Befähigung, Degradierung, Ausschluß’ (um 1900).

Thesaurus

Synonymgruppe
Abbruch · ↗Ausschluss · ↗Aussperrung · ↗Boykott · ↗Disqualifikation · Disqualifizierung
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Verdrängen aufheben moralisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Disqualifizierung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

An der Disqualifizierung des Verdrängens kann ich mich nicht beteiligen.
Süddeutsche Zeitung, 10.11.1998
Die ständische Disqualifizierung der gewöhnlichen physischen Arbeit ist die Regel.
Freyer, Hans: Soziologie als Wirklichkeitswissenschaft, Leipzig u. a.: B.G. Teubner 1930, S. 256
Nach seiner Disqualifizierung will sich Deutschland nun übrigens wieder ganz darauf konzentrieren, den Superstar zu suchen.
Bild, 18.01.2003
In der Parteienkonstellation äußert sich diese polarisierende Haltung in einer Art "Selbstidentifizierung" mit dem Grundgesetz und der Disqualifizierung der anderen als Verfassungsgegner.
Ipsen, Hans Peter: Über das Grundgesetz – nach 25 Jahren. In: ders., Über das Grundgesetz, Tübingen: Mohr 1988 [1974], S. 42
In Frau Bhuttos Heimatprovinz Sindh kam es am Samstag zu einer Reihe von spontanen Demonstrationen, mit denen gegen die Disqualifizierung der PPP-Chefin protestiert wurde.
Die Welt, 02.09.2002
Zitationshilfe
„Disqualifizierung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Disqualifizierung>, abgerufen am 23.05.2019.

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