Distel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Distel · Nominativ Plural: Disteln
WorttrennungDis-tel
Wortbildung mit ›Distel‹ als Erstglied: ↗Distelfalter · ↗Distelfink · ↗Distelkopf
 ·  mit ›Distel‹ als Letztglied: ↗Ackerdistel · ↗Eselsdistel · ↗Färberdistel · ↗Golddistel · ↗Gänsedistel · ↗Kardendistel · ↗Kratzdistel · ↗Kugeldistel · ↗Wegdistel
eWDG, 1967

Bedeutung

Kraut mit stacheligen Blättern und Blüten aus der Familie der Korbblütler, das auf Äckern und Feldern als Unkraut wuchert und als Viehfutter verwendet wird
Beispiele:
eine stachelige Distel
auf dem steinigen Boden wuchsen nur Disteln
Disteln schießen (auf dem Acker) auf
Disteln stechen (= aus einem Feld ausstechen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Distel f. Korbblütler mit dornigen Blättern und Blütenköpfen, ahd. thistil m. (9. Jh.), mhd. distel m. f., asächs. thistil, mnd. dī̌stel m., mnl. nl. distel m. f., aengl. þī̌stil m., engl. thistle, anord. þistill m., schwed. tistel lassen einen Pflanzennamen germ. *þī̌hstila- erschließen, der als Deminutivum von *þī̌hsta-, t-Erweiterung eines s-Stammes (wie aind. tḗjaḥ ‘Schärfe, Schneide, Spitze’), aufgefaßt wird. Zur Verwandtschaft s. ↗stechen, ↗Stich, die mit Distel zu ie. *(s)teig- ‘stechen, spitz’ gehören.

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Distel · Distelkraut
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ampfer Bahnhof Beifuß Blüte Brennessel Brennnessel Dorn Ensemble Franzosenkraut Gras Herkuleskeule Kabarettist Klette Löwenzahn Nessel Rose Strauß Tamariske Unkraut blühen blühend fressen gastieren gedeihen köpfen nickend schottisch stachelig stechen wuchern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Distel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Weiter oben in den Dünen wächst eine wunderschöne Distel in Lavendelblau.
Die Zeit, 02.09.2013, Nr. 35
Durch Disteln und kniehohes Gras schob er sich den Hang hinauf.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 231
Man hatte sie an Stangen gebunden und ihnen Gras und Disteln vorgeworfen.
Held, Kurt: Die rote Zora und ihre Bande, Aarau: Sauerländer 1989 [1941], S. 172
Nun steht allerdings die Glaubwürdigkeit der Distel auf dem Spiel.
Bild, 22.04.1999
Vorerst blühte es immer noch, auch wenn es Disteln waren, schön blühendes Unkraut.
Stadler, Arnold: Sehnsucht, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 232
Zitationshilfe
„Distel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Distel>, abgerufen am 23.10.2019.

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