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Domäne, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Domäne · Nominativ Plural: Domänen
Aussprache
WorttrennungDo-mä-ne
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Domäne‹ als Letztglied: ↗Männerdomäne · ↗Staatsdomäne · ↗Top-Level-Domäne
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
(dem Staat gehörendes) großes Gut
Beispiele:
eine reiche, alte Domäne
eine Domäne pachten, verwalten
das ganze Land ... soll der Staat gegen eine mordsmäßige Summe dem Mann abgekauft und zu seiner Domäne geschlagen haben [SeghersDie Toten6,379]
2.
vorherrschendes, ureigenes Wirkungsgebiet eines Menschen
Beispiele:
die Geschichte des Mittelalters war (von jeher) seine Domäne
Editionen sind die Domäne der Akademie
jmds. Domäne ist das Kabarett, Feuilleton
Auch in komischen Rollen bewährte ich mich, die nach und nach meine Domäne werden sollten [WildenhainSchauspieler47]
sich um Beweggründe zu kümmern, das war Wilhelms Domäne [AndresHochzeit292]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Domäne f. ‘Staatsgut, Spezialgebiet’; um 1600 wird frz. domaine in der speziellen Bedeutung ‘landesherrlicher Grundbesitz, Kammergut’ ins Dt. übernommen; seit dem 19. Jh. in der übertragenen Bedeutung ‘Spezialgebiet’ geläufig. Afrz. demaine ‘Herrschaft, fürstlicher Besitz’ ist entweder aus lat. dominium ‘Herrschaft, Besitz’ entlehnt oder Substantivierung des Adjektivs afrz. demaine ‘herrschaftlich, fürstlich’ (entlehnt aus lat. dominicus ‘zum Herrn gehörig, herrschaftlich’). Auf jeden Fall ist frz. domaine in seiner lautlichen Entwicklung beeinflußt von mlat. domanium, einem Wort der Verwaltungssprache, das seinerseits eine Latinisierung der afrz. Form darstellt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bereich · Domäne · ↗Einflussbereich · ↗Sphäre · ↗Staatsgut · ↗Umfeld · ↗Zuständigkeitsbereich
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Domäne · ↗Gut · ↗Gutshof
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Domäne  fachspr., biologisch [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Unterbegriffe
  • Reich  biologisch · Regnum  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›Domäne‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Adventsmarkt Domäne Forst Freilichtmuseum Klostergut Projektagentur SPÖ Server Workstation alleinig angestammt ausschließlich beherrscht eigentlich einbrechen eindringen einstig kaiserlich königlich magnetisch männlich reserviert traditionell unangefochten unbestritten ureigen vorbehalten vordringen weiblich Öffentlich-Rechtliche

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Domäne‹.

Verwendungsbeispiele für ›Domäne‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Weiterbildung ist längst keine Domäne mehr von denen, die beruflich aufsteigen wollen.
Der Tagesspiegel, 19.11.1999
Warum sollten Frauen überhaupt in dieser Domäne tätig sein wollen?
Süddeutsche Zeitung, 22.06.1995
Die königliche Domäne der Chou war zu einem Kleinstaat bar jeder wirklichen Macht geworden.
Hulsewé, A. F. P: China im Altertum. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 28743
Die königliche Domäne erhält gerade zur Not seine theoretische Majestät.
Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation - Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen Bd. 2, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1992 [1939], S. 22
Aber der Hauptteil des Landes war offenbar königliche Domäne (se).
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. I,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1884], S. 19302
Zitationshilfe
„Domäne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dom%C3%A4ne>, abgerufen am 22.02.2020.

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