Domäne, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Domäne · Nominativ Plural: Domänen
Aussprache 
Worttrennung Do-mä-ne
Wortbildung  mit ›Domäne‹ als Letztglied: Männerdomäne · Staatsdomäne · Top-Level-Domäne
Herkunft aus gleichbedeutend domainefrz
eWDG

Bedeutungen

1.
(dem Staat gehörendes) großes Gut
Beispiele:
eine reiche, alte Domäne
eine Domäne pachten, verwalten
das ganze Land … soll der Staat gegen eine mordsmäßige Summe dem Mann abgekauft und zu seiner Domäne geschlagen haben [ SeghersDie Toten6,379]
2.
vorherrschendes, ureigenes Wirkungsgebiet eines Menschen
Beispiele:
die Geschichte des Mittelalters war (von jeher) seine Domäne
Editionen sind die Domäne der Akademie
jmds. Domäne ist das Kabarett, Feuilleton
Auch in komischen Rollen bewährte ich mich, die nach und nach meine Domäne werden sollten [ WildenhainSchauspieler47]
sich um Beweggründe zu kümmern, das war Wilhelms Domäne [ AndresHochzeit292]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Domäne f. ‘Staatsgut, Spezialgebiet’; um 1600 wird frz. domaine in der speziellen Bedeutung ‘landesherrlicher Grundbesitz, Kammergut’ ins Dt. übernommen; seit dem 19. Jh. in der übertragenen Bedeutung ‘Spezialgebiet’ geläufig. Afrz. demaine ‘Herrschaft, fürstlicher Besitz’ ist entweder aus lat. dominium ‘Herrschaft, Besitz’ entlehnt oder Substantivierung des Adjektivs afrz. demaine ‘herrschaftlich, fürstlich’ (entlehnt aus lat. dominicus ‘zum Herrn gehörig, herrschaftlich’). Auf jeden Fall ist frz. domaine in seiner lautlichen Entwicklung beeinflußt von mlat. domanium, einem Wort der Verwaltungssprache, das seinerseits eine Latinisierung der afrz. Form darstellt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Domäne · Gut · Gutshof
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Domäne  fachspr., biologisch [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]

Typische Verbindungen zu ›Domäne‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Domäne‹.

Verwendungsbeispiele für ›Domäne‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei ist anders als beim Update auch der Wechsel der Domäne möglich. [C't, 2000, Nr. 10]
Nach der Aufnahme in die Domäne muss man den Client neu booten. [C't, 1999, Nr. 18]
In der Domäne des Geräts, dem mobilen Einsatz mit Notebooks, fällt dieser Mangel aber kaum auf. [C't, 1995, Nr. 5]
Die Domäne von Unix waren bislang Workstations, die zumeist komplett installiert ausgeliefert werden. [C't, 1993, Nr. 10]
Dieses Vorgehen als solches ist die unerschöpfliche Domäne der Kunstgriffe. [Hartmann, Nicolai: Der Aufbau der realen Welt, Berlin: de Gruyter 1940, S. 407]
Zitationshilfe
„Domäne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dom%C3%A4ne>.

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