Domestik, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Domestiken · Nominativ Plural: Domestiken · wird meist im Plural verwendet
WorttrennungDo-mes-tik (computergeneriert)
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

Synonym zu Domestike
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Domestik · Domestike · domestizieren · Domestikation
Domestik Domestike m. verächtliche Bezeichnung für ‘Hausangestellter, Dienstbote’, eine Entlehnung (Ende 17. Jh.) von frz. domestique ‘Hausangestellter, Magd, Diener, Gesinde’, einem substantivierten Adjektiv, das auf lat. domesticus ‘zum Haus gehörig’ (auch von Haustieren) zurückgeht. Bis in die 2. Hälfte des 18. Jhs. in frz. Schreibung Domestique. domestizieren Vb. ‘zum Haustier bzw. zur Kulturpflanze machen’ (19. Jh.), entlehnt (mit der Übersetzung Darwins) aus engl. to domesticate ‘eine wilde Art zähmen’ (mlat. domesticare); Domestikation f. biologischer Terminus, ‘allmähliche Kultivierung wildlebender Organismen’ (19. Jh.), engl. domestication.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bediensteter · ↗Boy · ↗Bursche · ↗Butler · ↗Diener · ↗Dienstbote · Hausangestellter · ↗Hausbursche · ↗Kammerdiener · ↗Page  ●  Domestik  veraltet · ↗Ordonnanz  militärisch
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Wasserträger

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Domestik‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Von dort kommen sie, als Domestiken im herrschaftlichen Haus zu arbeiten.
Süddeutsche Zeitung, 27.10.2003
Nur selten kann ein Domestike diese unverhoffte Chance auch nutzen.
Die Zeit, 03.07.1981, Nr. 28
Wie schon mehrfach erwähnt, sollte jede Dame an jedem Morgen ihre Domestiken darüberunterrichten, ob und zu welcher Tagesstunde sie zu sprechen ist.
Baudissin, Wolf von u. Baudissin, Eva von: Spemanns goldenes Buch der Sitte. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1901], S. 27991
In Relation zur Gesamtbevölkerung hatte es selbst im Mittelalter weitaus weniger Domestiken gegeben.
Kurz, Robert: Schwarzbuch Kapitalismus, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 194
Schnell zu Wohlstand und Ansehen gelangt, führte Krause ein überaus gastfreies Haus mit »fünf Domestiken«.
Becker, Heinz: Krause. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1958], S. 29504
Zitationshilfe
„Domestik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Domestik>, abgerufen am 18.06.2019.

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