Dopingmittel, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Dopingmittels · Nominativ Plural: Dopingmittel
Aussprache  [ˈdoːpɪŋˌmɪtl̩]
Worttrennung Do-ping-mit-tel
Wortzerlegung DopingMittel
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

leistungssteigernde Substanz, die in unerlaubter Weise von Hobby- und Leistungssportlern eingenommen bzw. Tieren, die an Wettkämpfen teilnehmen, verabreicht wird
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein beliebtes, verbreitetes, verbotenes, illegales Dopingmittel
in Koordination: Anabolika, Drogen und Dopingmittel
hat Präpositionalgruppe/-objekt: Dopingmittel im Körper, Urin; Dopingmittel im Sport
als Passivsubjekt: ein Dopingmittel wird nachgewiesen
als Akkusativobjekt: ein Dopingmittel einnehmen, einsetzen, spritzen, schlucken, konsumieren, verabreichen, weitergeben, nachweisen
als Genitivattribut: die Einnahme, der Nachweis eines Dopingmittels
in Präpositionalgruppe/-objekt: die Abgabe, Anwendung, Beschaffung, Einnahme, der Besitz, Einsatz, Gebrauch, Konsum von Dopingmitteln
in vergleichender Wort-/Nominalgruppe: als Dopingmittel gelten, missbraucht werden
Beispiele:
Zudem stellte er [der Superschwergewichtler] mehrere Weltrekorde auf. Jahrelang stand er unter dem Einfluss von Dopingmitteln. [Die Zeit, 21.10.2014 (online)]
Kortikoide stehen neben bekannteren Dopingmitteln wie Epo, Anabolika oder Wachstumshormonen auf der Schwarzen Liste des Internationalen Olympischen Komitees[…]. [Berliner Zeitung, 17.07.2000]
Das Hormon Erythropoetin (Epo) wird eigentlich zur Behandlung von Blutkrankheiten eingesetzt, es stimuliert die Produktion von roten Blutkörperchen und zählt deshalb zu den effektivsten Dopingmitteln für Ausdauersportler. [Spiegel, 23.02.2014 (online)]
Während man aber bisher mit herkömmlichen Dopingmitteln [und verbotenen Methoden zur Leistungssteigerung] wie Epo, Anabolika, Wachstumshormonen oder Eigenblutbehandlungen nur sich selbst in Gefahr begab, könnte die Zukunft des Dopings auch Unbeteiligte gefährden: saubere Athleten, Lebenspartner, selbst Zuschauer. [Die Zeit, 22.02.2012, Nr. 8]
Erst zwei Stunden vor dem Start rückte Martin Ganglberger mit der Wahrheit heraus: Beim Vierer‑Mannschaftsrennen über 14 Runden am Pannonia‑Ring durften am 17. Juni nur Radsportler an den Start, die bis oben hin mit Dopingmitteln voll waren. [Der Standard, 28.06.2009]
200.000 deutsche Freizeitsportler in Fitnesskammern nehmen Dopingmittel, vorzugsweise Anabolika, und der Forscher räumt ein, dass seine Kalkulation vorsichtig ist: Auch die doppelte Anzahl von Hobby‑Dopern könnte es sein. [Berliner Zeitung, 16.03.2001]
Neben Hochleistungsathleten werden die Dopingmittel vor allem von Bodybuildern und Fitnessfanatikern gekauft, aber auch von jungen Leuten, die beim Tanzen in den Nachtklubs länger durchhalten wollen. [Süddeutsche Zeitung, 26.04.2000]
Alwin Schockemöhles Bruder Paul siegte am häufigsten bei lukrativen Turnieren im In‑ und Ausland[…]. Beim Olympia 1976 in Montreal wurde er ertappt, als er seinem Pferd Talisman Dopingmittel verabreichte. [Der Spiegel, 09.07.1979, Nr. 28]
Da es sich bei den Anabolica aber um künstliche Mittel zur Leistungssteigerung handelt, müssen sie zu den Dopingmitteln gezählt werden, auch wenn sie nicht »giftig« sind. [Die Zeit, 02.08.1968, Nr. 31]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Dopingmittel‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dopingmittel‹.

Zitationshilfe
„Dopingmittel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dopingmittel>, abgerufen am 17.04.2021.

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