Drän, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Dräns · Nominativ Plural: Dräns/Dräne
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Drän‹ als Erstglied: Dränsystem · dränieren
Herkunft aus gleichbedeutend drainfrz oder unmittelbar aus gleichbedeutend drainengl
eWDG

Bedeutungen

1.
Entwässerungsgraben
2.
Strang aus Rohren zur Entwässerung nasser Felder
3.
Synonym zu Drain (1)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Drän · Drain · Dränage · Drainage · dränieren · drainieren
Drän, Drain m. ‘Entwässerungsgraben, -röhre’, in der Medizin ‘Röhrchen zum Ableiten oder Absaugen von Flüssigkeiten oder Gasen’, Übernahme (19. Jh.) über frz. drain oder unmittelbar von gleichbed. engl. drain. Zu engl. to drain ‘abfließen, trockenlegen, entwässern’, aengl. drēahnian ‘austrocknen’, verwandt mit trocken (s. d.). Unter dem Einfluß der englischen Landwirtschaft, die seit der 2. Hälfte des 18. Jhs. Entwässerungsanlagen entwickelt, verbreitet sich das Wort und seine nachfolgenden Ableitungen im 19. Jh. in Westeuropa. Dränage, Drainage f. ‘Bodenentwässerungsanlage’, in der Medizin ‘Saugröhrchen’, Übernahme (19. Jh.) über frz. drainage m. von engl. drainage ‘Trockenlegung, Entwässerung, Entwässerungsanlage’. dränieren, drainieren Vb. ‘durch Drän ableiten’ (19. Jh.).

Verwendungsbeispiel für ›Drän‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit der Tiefe des Dräns auf leichterem Boden kann die Entfernung wachsen.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 21
Zitationshilfe
„Drän“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dr%C3%A4n>, abgerufen am 19.10.2021.

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