Drache, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Drachen · Nominativ Plural: Drachen
Aussprache
WorttrennungDra-che (computergeneriert)
formal verwandt mitDrachen
Wortbildung mit ›Drache‹ als Erstglied: ↗Drachenbaum · ↗Drachenblut · ↗Drachenboot · ↗Drachenbrut · ↗Drachenburg · ↗Drachenfels · ↗Drachenfisch · ↗Drachenflügel · ↗Drachengift · ↗Drachenhaupt · ↗Drachenhöhle · ↗Drachenkopf · ↗Drachenmuster · ↗Drachennest · ↗Drachensaat · ↗Drachenschatz · ↗Drachentöter · ↗Drachenzahn
 ·  mit ›Drache‹ als Letztglied: ↗Ehedrache · ↗Hausdrache · ↗Hausdrachen
 ·  formal verwandt mit: ↗Drachen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
geflügeltes mehrköpfiges oder feuerspeiendes Fabeltier von echsenartiger Gestalt
Beispiel:
Siegfrieds Kampf mit dem Drachen
2.
Synonym zu Drachen (Lesart 2)
Beispiel:
Meine Vermieterin ist ein Drache [RemarqueSchwarzer Obelisk154]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Drache m. Das mit lähmendem Blick und als geflügeltes Reptil vorgestellte Fabeltier der Antike lat. dracō, griech. drákōn (δράκων), eigentlich ‘scharfblickend(es Tier)’, zu griech. dérkesthai (δέρκεσθαι) ‘scharf, wild blicken’, lernen die Germanen als Feldzeichen (‘Standarte’) des römischen Heeres kennen. Die Entlehnung ahd. trahho (9. Jh.), mhd. trache, nhd. (mit Einwirkung des lat. Anlauts) Drache wird mit dem in germanischer Vorstellung bestehenden Lindwurm gleichgesetzt. Im Mhd. oft für ‘Teufel’, im Nhd. Geschützname (16. Jh.), in der Form Drachen m. ‘zänkisches Weib’ (16. Jh.; vgl. auch Hausdrachen) und ein papiernes, mit langem Schweif versehenes und ehemals einen Drachen vorstellendes (Spiel)zeug (14. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Drache · ↗Lindwurm · ↗Tatzelwurm
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Dämon Einhörner Elfe Fee Gleitschirm Hexe Höhle Klaue Phönix Ritter Schlange Stier Tiger Ungeheuer Zauberer Zwerg dreiköpfig erlegen fauchen fauchend feuerspeiend feuerspuckend fliegend geflügelt golden schlafend siebenköpfig speien speiend vielköpfig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Drache‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer wäre nicht gern ein so respektheischender wie potenter Tiger, ein so mächtiger wie unwiderstehlicher Drache, ein so gewitzter wie geschickter Affe?
Süddeutsche Zeitung, 28.02.2002
Der Drache war jetzt mit seinem hinteren Teil direkt unter uns.
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 982
Der Star des Deutschen Theaters ("Der Drache") ist seit drei Monaten stolzer Vater eines kleinen Sohnes.
Bild, 23.10.1998
Es war nicht ein etwa wasserspeiender Drache, aber ein Hund.
Walter, Otto F.: Der Stumme, München: Kösel 1959, S. 169
Sie ist der energischste kleine Drache, den man sich denken kann.
Langgässer, Elisabeth: Das unauslöschliche Siegel, Hamburg: Claassen 1959 [1946], S. 624
Zitationshilfe
„Drache“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Drache>, abgerufen am 21.11.2018.

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