Drain, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Drains · Nominativ Plural: Drains
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Drain‹ als Erstglied: ↗drainieren
Herkunft aus gleichbedeutend drainfrz oder unmittelbar aus gleichbedeutend drainengl
eWDG

Bedeutungen

1.
Medizin dünner Schlauch oder dünne Röhre zum Ableiten des Eiters aus Operationswunden
2.
Synonym zu Drän (1, 2)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Drän · Drain · Dränage · Drainage · dränieren · drainieren
Drän, Drain m. ‘Entwässerungsgraben, -röhre’, in der Medizin ‘Röhrchen zum Ableiten oder Absaugen von Flüssigkeiten oder Gasen’, Übernahme (19. Jh.) über frz. drain oder unmittelbar von gleichbed. engl. drain. Zu engl. to drain ‘abfließen, trockenlegen, entwässern’, aengl. drēahnian ‘austrocknen’, verwandt mit ↗trocken (s. d.). Unter dem Einfluß der englischen Landwirtschaft, die seit der 2. Hälfte des 18. Jhs. Entwässerungsanlagen entwickelt, verbreitet sich das Wort und seine nachfolgenden Ableitungen im 19. Jh. in Westeuropa. Dränage, Drainage f. ‘Bodenentwässerungsanlage’, in der Medizin ‘Saugröhrchen’, Übernahme (19. Jh.) über frz. drainage m. von engl. drainage ‘Trockenlegung, Entwässerung, Entwässerungsanlage’. dränieren, drainieren Vb. ‘durch Drän ableiten’ (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›Drain‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann ging es so rasch voran, daß wir sehr frühzeitig den Drain entfernen konnten.
Killian, Hans: Auf Leben und Tod, München: Wilhelm Heyne Verlag 1976, S. 59
Vermutlich lässt sich der Drain politischen Humankapitals nur durch den Einsatz von Hochstaplern ausgleichen.
Die Zeit, 03.11.2005, Nr. 45
Zitationshilfe
„Drain“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Drain>, abgerufen am 17.04.2021.

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