Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Dreieck, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Dreieck(e)s · Nominativ Plural: Dreiecke
Aussprache 
Worttrennung Drei-eck
Wortzerlegung drei Eck
Wortbildung  mit ›Dreieck‹ als Erstglied: Dreiecksbeziehung · Dreiecksgeschichte · Dreieckskomödie · Dreiecksnetz · Dreieckstuch · Dreiecksverhältnis · Dreiecktuch
 ·  mit ›Dreieck‹ als Letztglied: Autobahndreieck · Bermudadreieck · Geodreieck · Gleisdreieck · Kugeldreieck · Leistendreieck · Länderdreieck · Schamdreieck · Schlussdreieck · Warndreieck · Zeichendreieck
eWDG

Bedeutung

Fläche, die von drei Linien begrenzt wird
Beispiele:
ein spitzwinkliges, stumpfwinkliges, rechtwinkliges, gleichschenkliges, ungleichseitiges Dreieck
ein Dreieck konstruieren
den Flächeninhalt eines Dreiecks berechnen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

drei · Dreier · dreißig · dreizehn · Dreieck · dreieckig · Dreieinigkeit · Dreifaltigkeit · Dreifuß · Dreimaster · dritter · Drittel · dritteln · drittens
drei Num. Ahd. thrī (8. Jh.), mhd. mnl. drī (gegenüber asächs. thrīa mit sekundär angetretener Endung, woraus mnd. drē), nl. drie, afries. thrē, aengl. þrī, engl. three, anord. þrīr, got. þreis, germ. *þri(ez), lat. trēs, griech. tré͞is (τρεῖς), aind. tráyaḥ, lit. trỹs, aslaw. trịje, russ. tri (три) führen alle auf die mask. Form des Zahlworts ie. *trei̯es ‘drei’. Ablautendes ie. *tri- erscheint in der Kompositionsform griech. tri- (τρι-), lat. tri- (s. tri-) ebenso wie in der Ordinalzahl dritter (s. unten). (nicht) bis drei zählen können ‘dumm sein’ (17. Jh.), vgl. älter der nicht sieben zelen künde (Luther). Dreier m. ‘kleine Münze, Dreipfennigstück’, mhd. drīer. dreißig Num. ahd. thrīʒug (8. Jh.), mhd. drīʒec (s. -zig). dreizehn Num. ahd. thrīzehan (um 1000), mhd. drīzehen. Dreieck n. geometrische Figur (16. Jh.), Rückbildung aus dreieckig Adj. dreieckicht, mhd. drīeckec; vgl. mhd. drīeckeht und s. Ecke. Dreieinigkeit f. Gott als Einheit der drei göttlichen Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist in der christlichen Religion, mhd. drīeinecheit; vgl. frühnhd. dreyeinec ‘dreieinig’ (um 1500); in gleicher Bedeutung Dreifaltigkeit f. mhd. drīvaltecheit, zu mhd. drīvaltec ‘dreifaltig’ Adj., vgl. ahd. thrī̌falt ‘dreifaltig, dreifach’ (8. Jh.), mhd. drīvalt und s. falten; beide Substantive sind Übersetzungen für den Terminus kirchenlat. trīnitās ‘Trinität’. Dreifuß m. ‘Gestell mit drei Füßen’, ahd. thrī̌fuoʒ (11. Jh.), mhd. drīvuoʒ, Übersetzung von lat. tripūs, griech. trípūs (τρίπους) ‘dreifüßiges Geschirr, dreifüßiger Stuhl der Pythia, der das Orakel verkündenden Priesterin in Delphi’. Dreimaster m. ‘Segelschiff mit drei Masten’ (18. Jh.). dritter Num. Ord. ahd. thritto (8. Jh.), mhd. dritte, got. þridja. Drittel n. ‘dritter Teil’ (14. Jh.), mhd. dritteil, s. Teil. dritteln Vb. ‘in drei gleichgroße Teile aufteilen’ (15. Jh.). drittens Adv. ‘zum dritten, an dritter Stelle kommend’ (17. Jh.). S. auch Drilling.

Thesaurus

Mathematik
Synonymgruppe
Dreieck  ●  Trigon  fachspr.
Oberbegriffe
  • Figur · geometrische Figur
Synonymgruppe
Autobahndreieck  ●  Autobahnknoten  österr. · Knoten  österr. · Verzweigung  schweiz. · Dreieck  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Dreieck‹ (berechnet)

Eckpunkt Winkelsumme bordesholmer buchholzer dieburger eisern eschborner esslinger farbtongleich gleichschenklig gleichseitig golden hattenbacher kirchheimer klingelhöfer krifteler langenselbolder magisch naß preungesheimer rechtwinklig reiskirchener rüsselsheimer seligenstadter sphärisch spitzwinklig sunnitisch viernheimer weimarer ödipal

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dreieck‹.

Verwendungsbeispiele für ›Dreieck‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Dreieck auf Bild 8 ist wohl eine der einfachsten Gestaltungen. [Neumann, Heinz u. Scharfe, Adolf: Gekonnt serviert, Berlin: Verl. Die Wirtschaft 1967, S. 16]
Die drei Pflanzen kommen also im Dreieck 6 cm weit voneinander. [Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 240]
Heute nutzen Spiele Szenen mit etwa 1000 bis 3000 Dreiecken. [C't, 1998, Nr. 1]
Ihr Zweck liegt darin, einzelne Dreiecke mit wenig Overhead an die Hardware übergeben zu können. [C't, 1997, Nr. 5]
Haben sie nicht zum Schluß auch ein rotes Dreieck getragen? [o. A.: Fünfundvierzigster Tag. Dienstag, 29. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 21346]
Zitationshilfe
„Dreieck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dreieck>.

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