Dreifaltigkeit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungDrei-fal-tig-keit
eWDG, 1967

Bedeutung

Religion Dreieinigkeit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

drei · Dreier · dreißig · dreizehn · Dreieck · dreieckig · Dreieinigkeit · Dreifaltigkeit · Dreifuß · Dreimaster · dritter · Drittel · dritteln · drittens
drei Num. Ahd. thrī (8. Jh.), mhd. mnl. drī (gegenüber asächs. thrīa mit sekundär angetretener Endung, woraus mnd. drē), nl. drie, afries. thrē, aengl. þrī, engl. three, anord. þrīr, got. þreis, germ. *þri(ez), lat. trēs, griech. tré͞is (τρεῖς), aind. tráyaḥ, lit. trỹs, aslaw. trịje, russ. tri (три) führen alle auf die mask. Form des Zahlworts ie. *trei̯es ‘drei’. Ablautendes ie. *tri- erscheint in der Kompositionsform griech. tri- (τρι-), lat. tri- (s. ↗tri-) ebenso wie in der Ordinalzahl dritter (s. unten). (nicht) bis drei zählen können ‘dumm sein’ (17. Jh.), vgl. älter der nicht sieben zelen künde (Luther). Dreier m. ‘kleine Münze, Dreipfennigstück’, mhd. drīer. dreißig Num. ahd. thrīʒug (8. Jh.), mhd. drīʒec (s. ↗-zig). dreizehn Num. ahd. thrīzehan (um 1000), mhd. drīzehen. Dreieck n. geometrische Figur (16. Jh.), Rückbildung aus dreieckig Adj. dreieckicht, mhd. drīeckec; vgl. mhd. drīeckeht und s. ↗Ecke. Dreieinigkeit f. Gott als Einheit der drei göttlichen Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist in der christlichen Religion, mhd. drīeinecheit; vgl. frühnhd. dreyeinec ‘dreieinig’ (um 1500); in gleicher Bedeutung Dreifaltigkeit f. mhd. drīvaltecheit, zu mhd. drīvaltec ‘dreifaltig’ Adj., vgl. ahd. thrī̌falt ‘dreifaltig, dreifach’ (8. Jh.), mhd. drīvalt und s. ↗falten; beide Substantive sind Übersetzungen für den Terminus kirchenlat. trīnitās ‘Trinität’. Dreifuß m. ‘Gestell mit drei Füßen’, ahd. thrī̌fuoʒ (11. Jh.), mhd. drīvuoʒ, Übersetzung von lat. tripūs, griech. trípūs (τρίπους) ‘dreifüßiges Geschirr, dreifüßiger Stuhl der Pythia, der das Orakel verkündenden Priesterin in Delphi’. Dreimaster m. ‘Segelschiff mit drei Masten’ (18. Jh.). dritter Num. Ord. ahd. thritto (8. Jh.), mhd. dritte, got. þridja. Drittel n. ‘dritter Teil’ (14. Jh.), mhd. dritteil, s. ↗Teil. dritteln Vb. ‘in drei gleichgroße Teile aufteilen’ (15. Jh.). drittens Adv. ‘zum dritten, an dritter Stelle kommend’ (17. Jh.). S. auch ↗Drilling.

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
(Heilige) Dreifaltigkeit · ↗Dreieinigkeit · Dreifaltigkeit · Trinitas · ↗Trinität
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anbetung Auferstehung Darstellung Ehre Friedenskirche Geheimnis Geist Glaube Gott Kirche Kloster Lehre Mysterium Symbol Zeichen allerheiligst christlich eilig göttlich heilig höllisch unheilig weiblich wunderlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dreifaltigkeit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich selber habe schon genug mit der Dreifaltigkeit zu tun.
Die Zeit, 12.06.2012, Nr. 15
So wie es nun aber aussieht, ist Bush recht weit von dieser erhabenen Dreifaltigkeit entfernt.
Süddeutsche Zeitung, 26.08.2003
Es werden Texte geboten zur Verehrung der Heiligsten Dreifaltigkeit und der einzelnen göttlichen Personen.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 4293
Im Zentrum befindet sich der Gnadenbrunnen mit der darüber thronenden Dreifaltigkeit.
o. A.: Lexikon der Kunst - L. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 30140
Von dem Wunder auf dem Berge Tabor schweifte die Rede auf das Wesen der Dreifaltigkeit ab.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 777
Zitationshilfe
„Dreifaltigkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dreifaltigkeit>, abgerufen am 15.11.2019.

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