Dribbling, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Dribbling(s) · Nominativ Plural: Dribblings
Aussprache  [ˈdʀɪblɪŋ]
Worttrennung Dribb-ling
formal verwandt mitdribbeln
Wortbildung  formal verwandt mit: dribbeln
Dieses Stichwort finden Sie im DWDS-Themenglossar Fußball.
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

Mannschaftssport Fortbewegung eines Spielers mit dem Ball
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein atemberaubendes, gekonntes, gelungenes, sehenswertes Dribbling; ein freches, gewagtes, überflüssiges, wirkungsloses Dribbling
als Akkusativobjekt: ein Dribbling versuchen, wagen, starten, [mit einem Pass] abschließen
in Präpositionalgruppe/-objekt: zum, zu einem Dribbling ansetzen; es mit einem Dribbling versuchen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: ein Dribbling gegen [mehrere] Gegenspieler
in Koordination: Dribblings und Pässe, Finten
a)
Fußball, Hockey Führen des Balls vor allem bei Zweikämpfen mit kurzen, schnellen Stößen nah am Körper, um ihn (mit Antäuschungen) am gegnerischen Spieler vorbei voranzutreiben
Kollokationen:
hat Präpositionalgruppe/-objekt: ein Dribbling im Strafraum, in den Strafraum
in Koordination: Dribblings und Hackentricks, Flanken, Torschüsse
Beispiele:
Die fußballspezifische Ausbildung umfaßt alle Formen von Techniktraining wie Ballkontrolle, Dribbling, Passen, Kopfballspiel, Tackling. [Bild am Sonntag, 24.01.1999]
Sich selbst sieht der 22‑Jährige vor allem als Außenbahnspieler. »Als Mittelstürmer komme ich aber auch zurecht«, sagt er. Zu seinen Stärken zählen das Dribbling, die Schnelligkeit und das Eins‑gegen‑eins, wohingegen beim Schuss und Kopfball noch Verbesserungsbedarf besteht. [Fränkischer Tag, 19.03.2022]
Götze lebt von seiner Intuition, er reagiert auf die Bewegungen seiner Mit‑ und Gegenspieler, sticht dann plötzlich in freie Räume, ein kurzes Dribbling, ein schneller Doppelpass, so fühlt er sich wohl. [Der Spiegel, 23.03.2016 (online)]
Mit spektakulären Dribblings, Körpertäuschungen, Hackentricks und nun schon vier Treffern begeistert vor allem der Neuzugang vom FC Kopenhagen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2005]
Während die Spieler in atemberaubender Geschwindigkeit Doppelpaß an Doppelpaß reihten und beim Dribbling stets blitzschnell den Schläger drehten, da sie nach den Regeln nur mit einer Schlägerseite schlagen dürfen, dösten die Zuschauer[…] eher schläfrig vor sich hin. [die tageszeitung, 12.06.1989]
b)
Basketball, Handball wiederholtes Stoßen bzw. Prellen des Balls zum Boden, um ihn nach dem Zurückspringen jeweils wieder aufzunehmen und so (mit Antäuschungen) am gegnerischen Spieler vorbei voranzutreiben
Kollokationen:
hat Präpositionalgruppe/-objekt: ein Dribbling zum Korb
Beispiele:
0,7 Sekunden vor der Schlußsirene zirkelte das »German Wunderkind« nach einem kurzen Dribbling und einer Körpertäuschung aus sechs Metern den Ball zum 75:73 für die Dallas Mavericks in den Korb. [Die Welt, 12.04.2006]
Dribbling, Handwechsel, Haken schlagen, Gegner reingelegt. So spielt man Handball. [Berliner Zeitung, 22.04.2002]
Auf dem Basketball‑Court ist Kyrie Irving ein Magier. Den Point Guard zeichnet eine stupende Ballbehandlung aus. Setzt Irving zu einem Crossover an, haben die Gegenspieler zumeist das Nachsehen. Mit Dribblings und abrupten Richtungswechseln schafft er den Raum, den er für Offensivaktionen benötigt, er öffnet die Lücke zum Korb. [Neue Zürcher Zeitung, 14.10.2021]
Spielmacher Michael Kraus [Handballer][…] schaffte es, während des Prellens den Ball so ungeschickt zweimal hintereinander mit der Hand zu berühren, dass die Franzosen einen Freiwurf wegen doppelten Dribblings zugesprochen bekamen. [Der Spiegel, 27.01.2008 (online)]
Beim Versuch, ein schnelles Dribbling mit einem Korbleger abzuschließen, war Garrett mit dem Bamberger Center Sasser zusammengeprallt […]. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.06.2004]

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dribbeln · Dribbling
dribbeln Vb. ‘den Ball durch kleine Stöße vor sich her treiben’ (beim Fußball) von gleichbed. engl. to dribble, dessen Herkunft nicht sicher zu deuten ist. Es kann mit einer ursprünglichen Bedeutung ‘tröpfeln’ als Iterativbildung zu to drip ‘tropfen’ aufgefaßt werden (verwandt mit triefen, s. d.). Oder es ist mit mnl. nl. dribbelen ‘trippeln, tänzeln’ zu verbinden, das entweder als Iterativum mit affektischer Doppelkonsonanz zu nl. drijven (s. treiben) gebildet ist, oder aber als Nebenform von nl. trippelen (s. trippeln) gelten kann. Das engl. Verb ist seit dem 19. Jh. für die engl., im 20. Jh. auch für die dt. und nl. Fußballersprache bezeugt. Dribbling n. ‘Laufen mit dem Ball’ (20. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Dribbling‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dribbling‹.

Zitationshilfe
„Dribbling“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dribbling>.

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