Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Driesch, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Wortbildung  mit ›Driesch‹ als Grundform: driesch
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

landschaftlich Brache, unbebautes Land
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Driesch · driesch
Driesch m. ‘wenig ergiebiges, brachliegendes Ackerland’, zuerst wohl mnd. drysch (um 1200), danach Driesch, verbreitet in westd. und südwestd. Mundarten. Entsprechend driesch Adj. ‘unbebaut, brachliegend’ (15. Jh.), mnd. dreesch (14. Jh.). Herkunft ungewiß. Vielleicht zu germ. *þreutan ‘bedrücken, ermüden’ (s. verdrießen).

Verwendungsbeispiele für ›Driesch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gern besucht von den Driesch das Theater, geht ins Kino oder auf Reisen. [Die Welt, 20.12.1999]
Die Thesen von Roux und Driesch konnten erst knapp 100 Jahre nach ihrer Formulierung mit molekularbiologischem Inhalt gefüllt werden. [Der Tagesspiegel, 08.06.2000]
Der Begriff Ordnung, sagt Driesch, steht am Anfang aller Philosophie des ordnungsmonistischen Ideals, er sei in der Welt aber nicht erfüllbar. [Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 02.04.1928]
Roux wurde damit auch in seiner experimentell mechanistischen Denkweise bestätigt, während Driesch mit seinen vitalistischen Vorstellungen widerlegt wurde. [Der Tagesspiegel, 08.06.2000]
Auch Becher ist gegen den mechanistisch denkenden psycho‑physischen Parallelismus und tritt wie Driesch für die Wechselwirkungslehre ein. [Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 2221]
Zitationshilfe
„Driesch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Driesch>.

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