Drift, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Drift · Nominativ Plural: Driften
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Drift‹ als Erstglied: ↗Drifteis  ·  mit ›Drift‹ als Letztglied: ↗Abdrift · ↗Eisdrift  ·  mit ›Drift‹ als Grundform: ↗driften
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
durch Winde aus einer Richtung hervorgerufene Wasserbewegung, Strömung
Beispiele:
das Schiff schwimmt in der großen Drift
eine Verlangsamung der Drift setzte am Abend ein
2.
das durch die Strömung bewirkte Treiben eines Schwimmkörpers, Schiffes
Beispiel:
die Drift des Eises, Holzes, Schiffes
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Trift · Drift · driften · triften · Viehtrift
Trift f. ‘Viehweide, Holzflößung, Strömung des Wassers’, mhd. trift ‘das Treiben, Schwemmen oder Flößen, Weide, Herde, das Tun, Lebensweise’, mnd. drift ‘das Treiben des Viehs, Weide, Herde, Strömung des Wassers, Wassergebiet, Weg’, mnl. drift, dricht, drecht ‘Heftigkeit, Eifer, Drang, Viehherde, Bezirk’, nl. drift ‘Zorn, Leidenschaft, Herde, Strömung, Trift, Abtrift’, anord. drift, dript ‘Schneegestöber, Blumenduft’, schwed. drift ‘Trieb, Antrieb, Betrieb, Strömung’ ist mit ti-Suffix gebildetes Verbalabstraktum zu dem unter ↗treiben (s. d.) behandelten Verb. Mnd. drift bezeichnet auch ‘das Treiben der Strömung, durch Winde bewirkte Meeresströmung sowie das dadurch verursachte (Ab)treiben des Schiffes (vom Kurs)’; in dieser Bildung gelangt der seemännische Ausdruck in der nd. Form Drift f. in die Literatursprache (vereinzelt 18. Jh., häufiger seit etwa 1900), entsprechend driften Vb. ‘im Meer treiben’ (20. Jh.). triften Vb. ‘(Vieh) treiben’ (15. Jh.), ‘flößen’ (16. Jh.), vereinzelt mhd. triften ‘fortfahren’. Viehtrift f. mhd. vihetrift.

Typische Verbindungen zu ›Drift‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Drift‹.

Verwendungsbeispiele für ›Drift‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was bringen sie aus der Drift durch zwei Jahrzehnte mit?
Der Tagesspiegel, 23.10.1998
Wenn es bei hohem Tempo in die Kurve gezwungen wird, geht es unmerklich in den Drift.
Süddeutsche Zeitung, 18.11.1996
Kurven durcheilt sie ebenso zielgenau, läßt sich bisweilen sogar besser ums Eck treiben, weil sie leichter in den Drift zu bringen ist.
Die Welt, 27.08.2005
Wenn ich das Gas abrupt lupfe, geht die Fuhre in den gewollten Drift.
Bild, 01.02.2002
Seit zwölf Monaten ist kein Wagen ohne Doppelgespann durch die brausenden Driften gekommen.
Peters, Carl: Im Goldland des Altertums, München: Lehmann 1902, S. 159
Zitationshilfe
„Drift“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Drift>, abgerufen am 03.06.2020.

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