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Drogerie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Drogerie · Nominativ Plural: Drogerien
Aussprache
WorttrennungDro-ge-rie (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Drogerie‹ als Erstglied: ↗Drogeriegeschäft · ↗Drogeriekette · ↗Drogeriemarkt
eWDG, 1967

Bedeutung

Geschäft für Drogen, Körperpflegeartikel und Haushaltsartikel, Chemikalien
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Droge · Drogerie · Drogist
Droge f. als Gewürz oder Arzneimittel verwendeter getrockneter pflanzlicher oder tierischer Stoff, um 1600 aus frz. drogue ‘Gewürz, Chemikalie, pharmazeutisches Mittel’ ins Dt. entlehnt. Die Herkunft von Droge (frz. drogue, engl. drug, schwed. drog, ital. span. port. droga) ist nicht sicher. Auszugehen ist wohl von mnd. drȫgevate Plur., eigentlich ‘trockene Fässer’, d. h. ‘Behälter für trockene, nichtflüssige Ware’, mnl. droge vaten. Bald bezeichnet das abkürzende droge nicht nur die Behälter, sondern auch die in ihnen aufbewahrten Waren, so daß sich die Bedeutung ‘Gewürz, Arzneimittel’ entwickelt. In dieser substantivierten Form mag das ehemalige Adjektiv ins Frz. gelangt sein, denn da frz. drogue zuerst in Nordfrankreich bezeugt ist, gewinnt die Annahme einer mnd. mnl. Herkunft (gegenüber vermutetem arab. Ursprung) an Wahrscheinlichkeit, und frz. drogue, nhd. Droge müssen als etymologisch verwandt mit ↗trocken (s. d.) gelten. In der Mitte des 20. Jhs. wird Droge, zumal der Plural Drogen, eine Bezeichnung für stimulierende Substanzen im Sinne von ‘Rauschgift’ (wie zuvor schon engl. drug). Drogerie f. ‘Heilmittel’ (um 1500), ‘Verkaufsstelle für Drogen, Chemikalien und kosmetische Erzeugnisse’ (um 1900), aus mfrz. droguerie ‘Droge, Arzneimittel’, frz. ‘Drogenhandlung’; dafür älter Kräutergewölbe (noch gelegentlich im heutigen Omd.). Drogist m. ‘Drogenhändler, Fachverkäufer in einer Drogerie’ (um 1600), mfrz. frz. droguiste.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Apotheke Baumarkt Blumenladen Boutique Bäcker Bäckerei Friseur Gaststätte Kaufhaus Kiosk Konditorei Kosmetik Lebensmittelgeschäft Lebensmittelhandel Lebensmittelmarkt Metzgerei Parfümerie Reformhaus Regal Reisebüro Schaufenster Supermarkt Verbrauchermarkt Verkäuferin Warenhaus ausrauben inhabergeführt klauen Überfall überfallen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Drogerie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erst 2003 tauchte sie wieder in den Drogerien auf, scheinbar unverändert.
Die Zeit, 04.12.2006, Nr. 49
Um 17.15 Uhr tauchte in einer Drogerie ein maskierter Mann auf.
Süddeutsche Zeitung, 19.08.1995
Die junge Mutter verläßt die Drogerie und trägt ihr Kind dicht an mir vorüber.
Genazino, Wilhelm: Die Liebesblödigkeit, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2005, S. 83
Das betreffende Haus beherbergt die Drogerie und trägt die Nummer 29.
Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 243
Was sie braucht, gibt es allerdings nicht in der Apotheke oder in der Drogerie.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 422
Zitationshilfe
„Drogerie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Drogerie>, abgerufen am 12.12.2019.

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