Drohung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Drohung · Nominativ Plural: Drohungen
Aussprache
WorttrennungDro-hung (computergeneriert)
Wortzerlegungdrohen-ung
Wortbildung mit ›Drohung‹ als Letztglied: ↗Atomdrohung · ↗Bombendrohung · ↗Rücktrittsdrohung · ↗Sanktionsdrohung · ↗Strafdrohung · ↗Streikdrohung
eWDG, 1967

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von drohen (Lesart 1)
Beispiele:
er sprach die Drohung aus, ihn anzeigen zu wollen
seine Drohung mit der Polizei, mit Gewalt, Schlägen
er hat seine dauernden Drohungen wahrgemacht
sich von einer Drohung, durch eine Drohung nicht einschüchtern lassen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

drohen · dräuen · Drohung · Drohbrief · bedrohen · Bedrohung
drohen Vb. ‘Unangenehmes, Böses ankündigen’. Ahd. throuwen (8. Jh.), threwen (um 800) ‘drohen, tadeln’, mhd. drouwen, drewen, dröuwen, dröun setzt sich fort in nhd. dräuen Vb. (noch in poetischer bzw. historisierender Sprache, während die unumgelauteten Formen im älteren Nhd. untergehen). Daneben steht kontrahiertes (in Anlehnung an die Substantive ahd. thrōa, mhd. drō, s. unten) mhd. drōn, nhd. drohen (mit h als orthographischem Längezeichen). Im Germ. entsprechen asächs. githrōon, mnd. drouwen, mnl. druwen, nl. drouwen, afries. þrūwan, aengl. þrēagan, þrēawian ‘tadeln, züchtigen, strafen, bedrohen, angreifen’ (westgerm. *þrawjan), außergerm. sind aslaw. traviti ‘verzehren’, russ. travít’ (травить) ‘vernichten, hetzen, jagen, verdauen’ und griech. trȳ́ein (τρύειν) ‘aufreiben, erschöpfen’ verwandt. Alle Formen gehen zurück auf ie. *treu-, *trū-, eine Erweiterung der unter ↗drehen (s. d.) angeführten Wurzel ie. *ter(ə)-, wobei eine Bedeutungsentwicklung ‘drehend reiben, quetschen, bedrängen, drohen’ vorauszusetzen ist. Drohung f. ahd. throuwung(a) (8. Jh.), mhd. dröwunge, drowung, anders gebildetes ahd. throuwa, thrawa, threwa (9. Jh.), mhd. drouwe, drō verdrängend. Drohbrief m. ‘schriftliche Ankündigung von Gewalttätigkeiten’ (Anfang 15. Jh.). bedrohen Vb. ‘Unheil, Gewaltanwendung ankündigen’, mhd. bedröuwen, nhd. bedräuen und daneben (seit 15. Jh.) bedrohen. Bedrohung f. (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Androhung · ↗Bedrohung · Drohung
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beschimpfung Einschüchterung Erpressung Gewalt Gewaltanwendung Lockung Sanktion Versprechung Warnung anonym auffassen ausgesprochen ausstoßen einschüchtern erpressen glaubwürdig handfest klingen leer massiv militärisch ultimativ unmißverständlich unverhohlen unverhüllt verhüllt versteckt wahrmachen wüst zurücknehmen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Drohung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Möglicherweise hat die Drohung mit einem Gesetz aber auch schon ausgereicht.
Die Zeit, 22.04.2013, Nr. 17
Trotz dieser Drohung dreht sich die Mutter nicht nach dem Kind um.
Genazino, Wilhelm: Die Liebesblödigkeit, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2005, S. 154
Er flüchtet sich in die dreiste Drohung, den Minister einzuschalten.
Fath, Rolf: Werke - R. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 21855
Dies wurde als kaum verhüllte Drohung gegen die ausländischen Einheiten angesehen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1997]
Hatte sie die in dem Lärm angekündigte Drohung damit beschwichtigen wollen?
Broch, Hermann: Der Tod des Vergil, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1986 [1945], S. 275
Zitationshilfe
„Drohung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Drohung>, abgerufen am 20.09.2019.

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