Druckpresse, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Druckpresse · Nominativ Plural: Druckpressen
Aussprache  [ˈdʀʊkpʀɛsə]
Worttrennung Druck-pres-se
Wortzerlegung  Druck2 Presse1
ZDL-Vollartikel

Bedeutungen

1.
(ursprünglich handbetriebene, später motorbetriebene) Maschine, die durch das Übertragen einer aus beweglichen Lettern (2) bestehenden Druckform auf Papier oder anderes Trägermaterial Reproduktionen (1 b) bzw. Druckerzeugnisse herstellt
Beispiele:
Gutenbergs Erfindung hatte lange Bestand: Noch Anfang des 18. Jahrhunderts wurde auf einer ähnlichen Handpresse gedruckt, wie er sie um 1450 entwickelt hatte. Die Druckleistung war jedoch beschränkt und die Arbeit an der Presse anstrengend. Der junge Drucker Friedrich Gottlob Koenig hatte die Idee, diese Tätigkeit mit einer von Dampf getriebenen Druckpresse zu mechanisieren. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.05.2000]
In der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts gab es zum Beispiel in Beirut sechzehn christlich‑arabische Druckhäuser, die erste islamische Druckerei der arabischen Welt in Bulaq (damals ein Vorort von Kairo) bezog zwischen 1819 und 1831 ihre sechs Druckpressen aus Mailand und aus Paris, wo auch der Druckereileiter seine Kunst gelernt hatte. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2003]
Die Druckpresse entfaltet erst in modernen Gesellschaften ihre kulturelle und politische Bedeutung. Sie bringt eine Entschränkung kommunikativen Handelns mit sich, die durch die im 20. Jahrhundert entwickelten elektronischen Mittel der Massenkommunikation noch einmal potenziert worden ist. [Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns. Bd. 2. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 274]
2.
allgemeiner
Synonym zu Druckmaschine
Beispiele:
Der Boom von Satirezeitungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war enorm. […] Diese neue Form von Zeitung, eine starke Liaison von Wort und Bild, wäre wohl – abgesehen vom politischen Klima – kaum zustande gekommen ohne die Weiterentwicklung der Lithografie und der neuen Druckpressen, was rasches Reagieren auf tagespolitische Ereignisse erlaubte. [Frankfurter Rundschau, 09.11.2000]
Aber alle [bislang im Druckwesen erreichten technologischen] Verbesserungen sind an die alten Druckvorgänge geknüpft, die sich im Prinzip seit einem Jahrhundert oder länger nicht mehr geändert haben. Inzwischen kam aus dem Bereich der Elektronik, der Computer und Kopiergeräte eine Flut neuer, ultra‑schneller Druckmaschinen, Korrekturgeräte und Faksimilemaschinen sowie elektrostatische und xerographische Druckpressen. Die Fülle zeitraubender Operationen und Geräte, die heute noch zwischen Manuskript und gedruckter Seite liegen, könnten mit ihrer Hilfe in kürzester Zeit verschwinden. [Die Zeit, 25.08.1967]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Druckpresse‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Druckpresse‹.

Zitationshilfe
„Druckpresse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Druckpresse>, abgerufen am 01.08.2021.

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