Drusch, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Drusches · Nominativ Plural: Drusche · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Drusch‹ als Erstglied: ↗Druschgemeinschaft · ↗Druschplan  ·  mit ›Drusch‹ als Letztglied: ↗Abdrusch · ↗Frühdrusch · ↗Gerstendrusch · ↗Handdrusch · ↗Nachtdrusch · ↗Weizendrusch

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. das Dreschen
  2. 2. das Gedroschene
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
das Dreschen
Beispiel:
der Drusch wurde auf dem Felde vorgenommen
2.
das Gedroschene
Beispiel:
der Drusch des heutigen Tages wurde sofort abgeliefert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dreschen · Drescher · Mähdrescher · Dreschflegel · Drusch · abgedroschen
dreschen Vb. ‘(Getreide)körner durch Schlagen aus ihren Hülsen herauslösen’, ahd. threscan ‘herausschlagen, zertreten, unterdrücken’ (8. Jh.), mhd. dreschen ‘dreschen, quälen’, mit r-Metathese mnd. derschen, mnl. derscen, dorscen, nl. dorsen und aengl. þerscan ‘dreschen, schlagen, stampfen’, engl. to thresh ‘dreschen, schlagen’, anord. þriskja, þryskva, schwed. tröska, got. þriskan (germ. *þreskan) und die Verwandten lit. treškė́ti ‘prasseln, knacken, knistern’ und aruss. trěskъ ‘Krachen, Donner’, russ. tresk (треск) ‘Krachen, Knistern’ können wie ↗drehen (s. d.) zur Wurzel ie. *ter(ə)- ‘reiben, drehend reiben’ gestellt werden. Die ursprüngliche Bedeutung der germ. Verben entspricht der alten Technik des Dreschens ‘mit den Füßen (die Körner heraus)stampfen’, vgl. die aus dem Germ. stammenden Verben span. triscar ‘stampfen, tanzen’, ital. trescare ‘tanzen’. leeres Stroh dreschen ‘Phrasen reden’ (15. Jh.). Drescher m. mhd. dreschære. Mähdrescher m. moderne Landwirtschaftsmaschine, die gleichzeitig mäht und drischt (20. Jh.). Dreschflegel m. Durch romanische Vermittlung wird den Germanen eine neue Technik des Dreschens bekannt (die Körner werden mit dem Flegel herausgeschlagen); die Bezeichnung für das dazu nötige Gerät ist ahd. flegil, nhd.Flegel (s. d.) und ahd. thriskila (8. Jh.), thriskil (Hs. 12. Jh.), mhd. drischel, nhd. (mundartlich) Drischel, eine Gerätebezeichnung mit dem Suffix -el (germ. -ila-) zu dreschen. Die verdeutlichende Zusammensetzung Dreschflegel entsteht im 15. Jh. Eine späte Ablautbildung zum Verb ist Drusch m. ‘das Dreschen, das Herausgedroschene’ (17. Jh.). abgedroschen Part.adj. ‘leer, abgenutzt, nichtssagend’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(das) Dreschen  ●  (der) Drusch  fachspr.

Verwendungsbeispiele für ›Drusch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und der Staat verlangt auch noch Geld für den Drusch.
Die Zeit, 28.06.1951, Nr. 26
Diese Kapazität läßt sich durch geeignete Sortenwahl (verschiedene Reifetermine) und durch gute Organisation beim Drusch noch erhöhen.
o. A.: Ratgeber für den Feingemüsebau im Freiland, Berlin: VEB Dt. Landwirtschaftsverl 1962, S. 87
Nach Auswechslung des Schüttlers an der Dreschmaschine kann das Getreide auch vor dem Drusch gehäckselt werden.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 61
Unterbrich deinen Rundgang, nächtlicher Wächter im Hangar der Maschinen für Mahd und Drusch
konkret, 1995
Zitationshilfe
„Drusch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Drusch>, abgerufen am 05.06.2020.

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