Dudelei

Grammatik Substantiv
Worttrennung Du-de-lei
Grundform dudeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

dudeln · Dudelei
dudeln Vb. ‘fortgesetzt und eintönig (zuweilen nervenzermürbend) Musik erzeugen, vor sich hin singen’; schallnachahmendes Verb, zuerst (17. Jh.) ‘auf dem Dudelsack blasen’, dann ‘auf einem Blasinstrument schlecht spielen’ und ‘schlecht, kunstlos singen’ (19. Jh.). dudeln gehört wohl zu schallnachahmenden Bildungen wie dudeldum, dudeldei, ist also vermutlich älter als seine frühesten literarischen Bezeugungen. Das Verb bestimmt offenbar die dt. Lautform von Dudelsack (s. d.), während der Klang des Dudelsacks mit seiner nicht modulationsfähigen Tongebung und anhaltenden Eintönigkeit der Begleitpfeifen die Bedeutung von dudeln beeinflußt. Dudelei f. ‘minderwertiges Musizieren, gering geachtete Musik, mißbilligter Gesang’ (18. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›Dudelei‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das verzeiht man aber auch nur Scofield, denn eigentlich sind seine endlosen Improvisationen die zur Kunstform erhobene Dudelei.
Süddeutsche Zeitung, 15.06.2000
Was noch übrig blieb an alter »Tradition«, war Kulisse, Beiwerk, Dudelei bei Parteiveranstaltungen und Veteranentreffen, leeres Pathos.
konkret, 1997
Zitationshilfe
„Dudelei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dudelei>, abgerufen am 07.12.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Dude
Ductus
duckmäuserisch
Duckmäuserei
Duckmäuser
Dudelfunk
Dudelkasten
dudeln
Dudelsack
Dudelsackpfeifer