Duellant, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Duellanten · Nominativ Plural: Duellanten
Aussprache  [duɛˈlant]
Worttrennung Du-el-lant
Wortzerlegung duellieren-ant1
Wortbildung  mit ›Duellant‹ als Erstglied: ↗Duellantin
ZDL-Vollartikel, 2020

Bedeutung

besonders Sport, bildungssprachlich aktiver Teilnehmer an einem Duell
siehe auch Sekundant
Kollokationen:
in Koordination: Duellanten und Sekundanten
Beispiele:
An diesem Montag steigt in London das letzte Spiel zwischen den beiden Schach‑Genies – mit regulärer Bedenkzeit. Gibt es wieder keinen Sieger, werden den Duellanten die Daumenschrauben angelegt – bis hin zum Armageddon, der Spielvariante, die nicht umsonst den Namen der biblischen Entscheidungsschlacht am Ende aller Tage trägt. [Süddeutsche Zeitung, 26.11.2018]
Am letzten Wochenende im Juni findet das Rechberger Sommerfest statt, dabei ist einer der großen Höhepunkte das Dorfkind‑Duell, nach der Devise: Rechberg sucht das Dorfkind 2019. Geschickt, schnell, sportlich muss das Dorfkind sein und außerdem muss es Köpfchen haben. Verschiedene Mannschaften stellen sich dem Wettbewerb, in dem die Duellanten ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen. [Südkurier, 18.06.2019]
übertragen Das Schicksal, es prüft den FFC mal wieder hart: Im dritten Jahr hintereinander baut sich ein mächtiger Duellant vor den wackeren Jungs vom Dietenbach auf. Nach dem FC 08 Villingen 2017 und dem SV Linx 2018 droht nun der 1. FC Rielasingen‑Arlen den Freiburgern den Titel wegzuschnappen. [Badische Zeitung, 17.05.2019]
Als die Westernhelden in Hollywood ihre Duelle auf staubigen Strassen austrugen, vermutete der Physiknobelpreisträger Niels Bohr bereits, dass der Duellant, welcher zuerst den Revolver zieht, immer verliert. Denn der bewusste Plan, die Waffe zu ziehen, beanspruche mehr Zeit, als auf die Bewegung des Gegners zu reagieren. [Neue Zürcher Zeitung, 07.02.2010]
im Bild Ein mit Atomwaffen geführter Krieg ist nicht mehr […] die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, er wäre heute das Ende jeder Politik. In einem nuklearen Duell würden weder die Duellanten noch die Sekundanten überleben. [Neues Deutschland, 28.01.1986]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Duell · duellieren · Duellant
Duell n. ‘Zweikampf’. Alat. duellum ‘Krieg’ ergibt lat. bellum, bleibt aber als seltene Nebenform erhalten und wird schon früh volksetymologisch mit lat. duo ‘zwei’ verbunden. Im Mlat. wird das altertümliche duellum, nunmehr mit der Bedeutung ‘Zweikampf’, wieder aufgenommen. Entlehnung ins Dt. begegnet im 17. Jh., vielleicht befördert durch gleichbed. frz. duel. duellieren Vb. ‘sich im Zweikampf messen’, im 17. Jh. aus spätlat. duellāre (vgl. lat. bellāre ‘Krieg führen, kämpfen’). Aus dem zugehörigen Part. Präs. mlat. duellans (Genitiv duellantis) stammt Duellant m. ‘im Duell Kämpfender’ (17. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Duellant‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Duellant‹.

Zitationshilfe
„Duellant“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Duellant>, abgerufen am 06.06.2020.

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