Dunkel, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Dunkels · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungDun-kel
Wortbildung mit ›Dunkel‹ als Erstglied: ↗Dunkeladaptation · ↗Dunkeladaption  ·  mit ›Dunkel‹ als Letztglied: ↗Abenddunkel · ↗Dämmerdunkel · ↗Grabesdunkel · ↗Helldunkel · ↗Kellerdunkel · ↗Nachtdunkel · ↗Schattendunkel · ↗Volldunkel · ↗Waldesdunkel
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
gehoben Dunkelheit
Beispiele:
das Dunkel des Treppenhauses, der Nacht
das abendliche, nächtliche Dunkel
um uns war vollständiges, gähnendes Dunkel
diese offenbare Unlust, das Dunkel des Mutterschoßes mit dem hellen Tage zu vertauschen [Th. MannKrull8,272]
[sie] starrte frierend ins Dunkel [BindingUnsterblichkeit47]
2.
übertragen Undurchsichtigkeit, Geheimnis
Beispiele:
etw., sich in ein geheimnisvolles, mystisches Dunkel hüllen
über dem Verbrechen liegt ein unheimliches Dunkel
Licht in das Dunkel einer Affäre bringen
das Dunkel um diesen Fall lichtet sich
der Geldgeber trat endlich aus seinem, dem Dunkel (= aus der Anonymität) heraus
gehoben eine Komposition dem Dunkel der Vergessenheit entreißen (= sie neu entdecken)
Mir scheint – die Gestapo tappt im Dunkel (= im Ungewissen) – genau wie wir [ZuckmayerTeufels GeneralIII]

Thesaurus

Synonymgruppe
Dunkel · ↗Dunkelheit · ↗Düsterheit · ↗Düsternis · ↗Finsternis
Assoziationen
  • (Außen-)Jalousie · ↗Rollladen · ↗Rollo  ●  Rollbalken  österr. · ↗Store  schweiz.
  • Angst vor Dunkelheit  ●  Achluophobie  fachspr. · Lygophobie  fachspr. · Nyctiphobie  fachspr. · Nyctophobie  fachspr. · ↗Nyktophobie  fachspr. · Nyktosophobie  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anonymität Gelächter Helle Kinosaal Licht Nacht Tiefsee Zuschauerraum aufhellen ausleuchten erhellen erleuchten geheimnisvoll gnädig heraustreten hüllen leuchten lichten mystisch mythisch nächtlich schälen schützend starren tappen tasten tauchen undurchdringlich verschwinden versinken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dunkel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn alles seinen Gang ging, würde er hier in absehbarer Zeit ins Dunkel schauen.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 188
Wer außer mir muss so früh in eiskaltem Dunkel aus dem Haus?
Süddeutsche Zeitung, 26.01.2002
Irgendwo im Dunkel der Nacht ruhte der Finger aus Versehen besonders lange auf einer Taste und plötzlich kam uns die Cassette entgegen.
Der Tagesspiegel, 12.07.2001
Die nun folgenden 25 Jahre seines Lebens liegen im Dunkel.
Wessely, Othmar: Hasenknopf. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 5966
Ich starrte hinaus ins Dunkel, aber ich sah nichts mehr.
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 468
Zitationshilfe
„Dunkel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dunkel>, abgerufen am 17.10.2019.

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