Dunkelmännerbrief, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · wird meist im Plural verwendet
WorttrennungDun-kel-män-ner-brief
WortzerlegungDunkelmannBrief
eWDG, 1967

Bedeutung

historisch Brief aus einer Sammlung fingierter Briefe, die 1515 bis 1517 von einigen Humanisten verfasst und veröffentlicht wurde, um satirisch die Verderbtheit der katholischen Geistlichkeit und den rückständigen scholastischen Lehrbetrieb zu entlarven

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und wie berücksichtigt diese nun den ritterlichen Ahnen aus der Renaissance und vom Klerus gefürchteten Mitverfasser der "Dunkelmännerbriefe"?
Der Spiegel, 19.03.1984
Die Dunkelmännerbriefe kamen deftig daher und griffen tief unter die Kutten - gegen sie wirkt Wolf Biermanns Sascha Arschloch geradezu als Streicheleinheit.
Die Zeit, 24.06.2002, Nr. 25
Heinrich Böll schreibt aktuelle Dunkelmännerbriefe, bestimmt seine poetische und politische Stellung im Gespräch und wird beliebtes Testobjekt literarhistorischer Forschung
Die Zeit, 29.08.1975, Nr. 36
Ein Namensvetter des Hofhaimerschülers Konrad Brumann, der in den Dunkelmännerbriefen genannte Heinrich Brumann, war von 1521 bis 1541 mainzer Domorg.
Gottron, Adam: mainz. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1960], S. 30016
Zitationshilfe
„Dunkelmännerbrief“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dunkelmännerbrief>, abgerufen am 19.06.2019.

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