Duplizität, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Duplizität · Nominativ Plural: Duplizitäten
Aussprache 
Worttrennung Du-pli-zi-tät · Dup-li-zi-tät
Herkunft Latein
eWDG, 1967

Bedeutung

Doppelheit
Beispiel:
die Duplizität der Ereignisse, Fälle (= das zufällige, unerwartete Zusammentreffen zweier gleichartiger Ereignisse, Fälle)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

duplieren · doublieren · duplizieren · Duplizität · Duplikat · Duplikation · Reduplikation
duplieren Vb. ‘(ver)doppeln’, entlehnt (15. Jh.) aus gleichbed. spätlat. duplāre, einer Ableitung von lat. duplus ‘zweifach, doppelt’; dessen erster Wortteil gehört zu lat. duo und damit zu der unter ↗zwei (s. d.) genannten ie. Wurzel, dessen zweiter (-plus) zur Wurzel ie. *pel-, s. ↗falten und ↗Zweifel. Gelegentliche Schreibungen mit -pp- beruhen auf dem Einfluß von ↗doppelt (s. d.). Ebenfalls auf spätlat. duplāre geht zurück gleichbed. frz. doubler, woraus die mit dem vorgenannten Verb konkurrierende Entlehnung (18. Jh.) doublieren Vb. ‘(ver)doppeln’, später auch dublieren und die Mischform douplieren. duplizieren Vb. ‘(ver)doppeln’, entlehnt (15. Jh.) aus lat. duplicāre (duplicātum) ‘doppelt machen, verdoppeln’, zu lat. duplex ‘zweifach, doppelt’, eigentlich ‘doppelt gefaltet, zweifältig’. Duplizität f. ‘Zweimaligkeit, zufälliges Zusammentreffen von zwei gleichen oder ähnlichen Ereignissen’ (18. Jh.), entlehnt aus lat. duplicitās (Genitiv duplicitātis) ‘das zweimalige Vorhandensein’. Duplikat n. ‘zweite Ausfertigung, Kopie’, im 17. Jh. aus lat. duplicātum ‘das Gedoppelte’, substantiviertem Part. Perf. von lat. duplicāre ‘doppelt machen’ (s. oben). Duplikation f. in der Sprachwissenschaft Reduplikation f. ‘Verdoppelung, Wiederholung’, entlehnt (beide 19. Jh.) aus gleichbed. lat. duplicātio, spätlat. reduplicātio (Genitiv (re)duplicātiōnis); zu lat. duplicāre (s. oben).

Typische Verbindungen zu ›Duplizität‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Duplizität‹.

Verwendungsbeispiele für ›Duplizität‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Weil ihnen bei der Jagd nach der Steigerung des Superlativs aber wenig einfällt, erfährt das Ereignis zwangsläufig Duplizität.
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1998
Die Geschichte der letzten 150 Jahre der russischen Literatur ist gekennzeichnet von einer tragischen Duplizität.
Die Zeit, 19.07.1974, Nr. 30
Anders als die Kunst oder Wissenschaft verleitet sie den Menschen zur äußeren Anpassung und Duplizität.
Goldammer, K.: Politik. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 26627
Es bleibt also zur Feststellung, ob bei Tieren ebenfalls eine Duplizität der chemischen Sinne besteht, nur das Kriterium der getrennten Rezeptoren.
Herter, Konrad: Vergleichende Physiologie der Tiere, Berlin: de Gruyter 1947 [1927], S. 90
Sie sind dem Versuch gewidmet, seine Politik beim Eintritt Italiens in den Weltkrieg gegen den Vorwurf der bewußten Duplizität zu verteidigen.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 235
Zitationshilfe
„Duplizität“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Duplizit%C3%A4t>, abgerufen am 24.11.2020.

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