Durchschnittslohn, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Durchschnittslohn(e)s · Nominativ Plural: Durchschnittslöhne
Aussprache [ˈdʊʁçʃnɪʦˌloːn]
Worttrennung Durch-schnitts-lohn
Wortzerlegung  Durchschnitt Lohn
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

sich aus dem Mittelwert unterschiedlich hoher Löhne, Bezüge und Gehälter ergebender durchschnittlicher Lohn
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: der monatliche, landesweite Durchschnittslohn
mit Genitivattribut: der Durchschnittslohn der Industriearbeiter
hat Präpositionalgruppe/-objekt: der Durchschnittslohn in der Industrie, von [2.500] Franken, Euro, Dollar
als Akkusativobjekt: einen Durchschnittslohn verdienen
als Dativobjekt: dem Durchschnittslohn entsprechen
als Genitivattribut: die Kaufkraft, der Anstieg des Durchschnittslohns
in Präpositionalgruppe/-objekt: unter, über dem Durchschnittslohn liegen
Beispiele:
Der Medianlohn heißt in diesem Beispiel: Es verdienen in Sachsen in absoluten Zahlen gesehen gleich viel Männer mehr als 2.405 Euro wie weniger, also Halbe‑Halbe. Im Gegensatz dazu berechnet sich der Durchschnittslohn aus der Gesamtlohnsumme geteilt durch die Anzahl der Beschäftigten. Er sagt also nichts darüber aus, wie viele Menschen mehr und wie viele weniger verdienen. [Leipziger Volkszeitung, 05.01.2018]
Ein Paar mit einem Durchschnittslohn muss heute doppelt so viel Geld in die berufliche Vorsorge stecken wie in die AHV (= Alters- und Hinterlassenenversicherung), um den Betrag einer AHV‑Maximalrente zu bekommen. [Bote der Urschweiz, 05.10.2021]
18,2 Prozent der Arbeitnehmer würden in Deutschland von einem Mindestlohn profitieren, der 50 Prozent des Durchschnittslohns beträgt (aktuell 12 Euro pro Stunde). [Berliner Morgenpost, 02.10.2021]
Gerade die exorbitante Preisexplosion stellt eine außergewöhnliche Härte dar. […] Im Freistaat Bayern gibt es bekanntlich eine Härtefallregelung schon einige Jahre und die wäre ja in Thüringen noch viel dringlicher. Man denke hier nur an viel höhere Durchschnittslöhne und eine beinahe Vollbeschäftigung in dem Bundesland Bayern. [Thüringer Allgemeine, 18.09.2021]
Besonders grossen Bedarf für eine Erhöhung ortet der Gewerkschaftsbund bei den niedrigsten Löhnen. Seinen Angaben zufolge stiegen in den Gesamtarbeitsverträgen die Durchschnittslöhne während der letzten Jahre stärker als die Mindestlöhne. [Basler Zeitung, 08.09.2021]
Gewährt der Durchschnittslohn den Arbeiterinnen einen ausreichenden Unterhalt? [Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 01.03.1907]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Durchschnittslohn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Durchschnittslohn‹.

Zitationshilfe
„Durchschnittslohn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Durchschnittslohn>, abgerufen am 06.12.2021.

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