Dutzendmensch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungDut-zend-mensch
WortzerlegungDutzendMensch1
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend Durchschnittsmensch, mittelmäßiger Mensch
Beispiel:
Wer hat zu seinen [Mozarts] Zeiten die Welt regiert […] Mozart oder die Geschäftemacher, Mozart oder die flachen Dutzendmenschen [HesseSteppenw.4,344]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dutzend · Dutzendmensch · Dutzendware
Dutzend n. ‘zwölf Stück einer Art’. Mhd. totzen n. wird im 14. Jh. aus afrz. dozaine f. (frz. douzaine f.) entlehnt, das von afrz. doze (frz. douze) ‘zwölf’ abgeleitet ist und auf lat. duodecim zurückgeht. Das auslautende -d der dt. Form tritt erst im 15. Jh. an (vgl. auch mnd. dosin, dossin, später dosint n.), wie auch in jemand (mhd. ieman), niemand u. a. Da billige Ware oft dutzendweise verkauft wird, kann Dutzend- als erstes Glied in Zusammensetzungen geringschätzigen Sinn entwickeln: Dutzendmensch m. (18. Jh.), Dutzendware f. (19. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der prätentiöse Dutzendmensch von Hancken ist ein mythischer Gegenspieler E. T. A. Hoffmanns.
Die Zeit, 17.11.1972, Nr. 46
Für so einen Dutzendmenschen, den "Joe ” in 32-facher Vervielfältigung vorzustellen hat, erhält er ungewöhnliche Aufmerksamkeit.
Süddeutsche Zeitung, 11.06.2004
Zitationshilfe
„Dutzendmensch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dutzendmensch>, abgerufen am 15.10.2019.

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