Duzbruder, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungDuz-bru-der
WortzerlegungduzenBruder
eWDG, 1967

Bedeutung

jmd., mit dem man sich duzt
Beispiele:
er ist mein Duzbruder
wir sind Duzbrüder (= wir duzen uns)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

du · duzen · Duzbruder
du Pers.pron. der 2., der angeredeten Person im Singular. Ahd. thū (8. Jh.), mhd. dū̌, asächs. thū̌, mnd. , aengl. þū̌, engl. (älter) thou, anord. þū, got. þu verbinden sich mit aind. tvám, lat. , griech. (mit Anlaut aus den obliquen Kasus) (σύ), (dor.) (τύ), lit. , aslaw. ty, russ. ty (ты) und führen auf ie. *tū̌. Der Nominativ sowie der suffixal erweiterte Dativ (ahd. thir, nhd. dir) und Akkusativ (ahd. thih, nhd. dich) werden in den ie. Sprachen durch verschiedene Ablautstufen (ie. *tu-/ *tu̯-, *tu̯e-/ *tu̯o-) des Stammes ie. *teu̯e-/ *teu̯o- bzw. die Stammform ie. *te-, *to- repräsentiert, während der Genitiv in den germ. Sprachen (ahd. thīn, nhd. dein, deiner) einer Kasusform des Possessivpronomens (s. ↗dein) entstammt (ähnlich lat. tuī). duzen Vb. mhd. duzen, dutzen, den Suffixbildungen auf ahd. -az(z)en, -ezen, -izen folgend. Duzbruder m. (16. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er beschrieb die selbst geschaffene Vakuumwelt und schilderte die Vertraulichkeit der Duzbrüder.
Süddeutsche Zeitung, 07.12.2000
Dabei war die Freundschaft mit dem Duzbruder Franz-Josef Strauß nie abträglich.
Die Zeit, 28.07.1997, Nr. 30
Trainer Giovanni Trapattoni verblüfft seine Duzbrüder vom FC Bayern München beim Antrittsbesuch durch Detailkenntnisse
Süddeutsche Zeitung, 14.05.1994
Zitationshilfe
„Duzbruder“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Duzbruder>, abgerufen am 19.09.2019.

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