Dynamik, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Dynamik · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungDy-na-mik (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortzerlegungdynamisch-ik
Wortbildung mit ›Dynamik‹ als Erstglied: ↗Dynamikbereich · ↗Dynamikumfang  ·  mit ›Dynamik‹ als Letztglied: ↗Aerodynamik · ↗Astrodynamik · ↗Eigendynamik · ↗Elektrodynamik · ↗Entwicklungsdynamik · ↗Fahrdynamik · ↗Hydrodynamik · ↗Pharmakodynamik · ↗Psychodynamik · ↗Thermodynamik · ↗Wachstumsdynamik
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Physik Lehre von den durch Kräfte erzeugten Bewegungen
Gegenwort zu Statik
2.
treibende, vorwärtstreibende Kraft, innere Bewegung
Gegenwort zu Statik
Beispiele:
die Dynamik der geschichtlichen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Entwicklung
die innere Dynamik eines Romans, einer Fabel
der Redner riss alle durch die Dynamik (= den Schwung) seines Vortrags mit
3.
Musik Veränderungen der Tonstärke
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Dynamik · dynamisch
Dynamik f. ‘Lehre von der Bewegung der Körper durch Krafteinwirkung, Schwungkraft, innere Bewegung’, wohl entlehnt (2. Hälfte 18. Jh.) aus gleichbed. frz. dynamique, das seinerseits als Substantivierung des Adjektivs frz. dynamique, zuerst in der Fügung frz. science dynamique ‘Lehre von der Dynamik’ (Leibniz 1692), anzusehen ist. Zugrunde liegt griech. dynamikós (δυναμικός) ‘vermögend, wirkend, mächtig, stark’, zu griech. dýnamis (δύναμις) ‘Kraft, Vermögen’, s. ↗Dynastie. Auf einer substantivierten Form des griech. Adjektivs beruht auch spätlat. dynamicē ‘Lehre von der Kraft’, gleichsam ein griech. dynamikḗ téchnē (δυναμικὴ τέχνη) voraussetzend. Doch dürfte das spätlat. Substantiv ohne Einfluß auf die dt. Entwicklung gewesen sein. dynamisch Adj. ‘die Dynamik betreffend, schwungvoll, voll innerer Triebkraft’ (2. Hälfte 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Dynamik · ↗Eifer · ↗Energie · ↗Heftigkeit · ↗Leidenschaft · ↗Leidenschaftlichkeit · ↗Passion · ↗Tatkraft  ●  ↗Feuer  fig. · ↗Herzblut  fig. · ↗Energeia  fachspr., griechisch · ↗Verve  fachspr.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Dynamik · ↗Energie · ↗Stärke · innere Kraft
Oberbegriffe
Mathematik, Physik, Technik
Synonymgruppe
Dynamikbereich · ↗Dynamikumfang · ↗Kontrastumfang  ●  Dynamik  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Artikulation Aufschluß Flexibilität Indikator Klangfarbe Kreativität Phrasierung Sportlichkeit Statik Tempo Weltwirtschaft abschwächen aufstrebend bremsen enorm entfalten entwickeln freisetzen inner konjunkturell nachlassen nachlassend nichtlinear ungebrochen ungeheuer unglaublich unternehmerisch unterschätzen verleihen wirtschaftlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Dynamik‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In den neuen Ländern müsse daher eine neue Dynamik entstehen.
Süddeutsche Zeitung, 10.04.2004
Wie stark ist diese Dynamik und wie weit darf man sich auf sie verlassen?
Der Tagesspiegel, 03.08.2003
Wir haben es hier mit einer konkurrierenden Dynamik zu tun, deren Ende einstweilen nicht vorauszusehen ist.
Mann, Golo: Schlußbetrachtung aus der Sicht des Jahres 1986. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 25171
Auf genau die gleiche Weise rettet er seine neue Dynamik.
Feyerabend, Paul: Wider den Methodenzwang, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1976, S. 190
Aber diese Bewegung war nicht gleichmäßig, nicht symmetrisch, sowenig wie die Dynamik der Industrie.
Mann, Golo: Politische Entwicklung Europas und Amerikas 1815-1871. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 9138
Zitationshilfe
„Dynamik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Dynamik>, abgerufen am 22.03.2019.

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