Eber, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ebers · Nominativ Plural: Eber
Aussprache
Wortbildung mit ›Eber‹ als Erstglied: ↗Eberesche  ·  mit ›Eber‹ als Letztglied: ↗Zuchteber
eWDG, 1967

Bedeutung

männliches Schwein
Beispiel:
salopp er war wütend wie ein angestochener Eber, fuhr hoch wie ein angeschossener Eber
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Eber m. ‘männliches Schwein’, ahd. ebur (8. Jh.), mhd. eber, asächs. eƀur, mnd. ēver, mnl. nl. ever, aengl. eofor sowie anord. jǫfurr, dichterisch ‘Fürst Häuptling’, führen auf germ. *eƀuraz, ie. *epəros; außergerm. gehören hierzu lat. aper (dessen a wohl in Analogie zu lat. caper ‘Bock’) und mit v-Anlaut aslaw. veprь, russ. vepr’ (вепрь) ‘Wildschwein, Eber’. Seit alters oft in Personennamen wie Eberhard, Ebernand, Everding. In jüngerer Zeit bezeichnet Eber fast durchweg das männliche Hausschwein im Unterschied zu jägersprachlich ↗Keiler (s. d.). Das bis ins 18. Jh. literatursprachlich konkurrierende starke Mask. Ber (Genitiv Bers), Bär (ahd. mhd. mnd. bēr, engl. boar), das außergerm. keine Anknüpfungsmöglichkeiten bietet und nicht identisch oder verwandt mit (Braun-, Eis-)Bär ist, lebt in Mundarten fort.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Eber · ↗Keiler · männliches Wildschwein
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Borg · kastrierter Eber

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ferkel Fleisch Gestalt Hauer Hirsch Hund Jagd Löwe Platz Sau Stall Stier Wolf erlegen erlegt golden grunzen jagen kastriert riesig schlachten schwarz töten wild

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Eber‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach der Mama traut er sich dann aber doch, einmal das sofort wieder wackelnde Ohr des Ebers zu berühren.
Süddeutsche Zeitung, 22.09.2004
Ihr schenkte er die Haut des von ihm erlegten Ebers.
o. A.: Lexikon der Kunst - M. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 11040
Der wilde Eber mag sich an der Eberesche reiben, aber deswegen ist der Baum nicht zu seinem Namen gekommen.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 93
Der Weg nach oben führt auch die Eber durch den Gang mit den Desinfektionsmatten.
Die Welt, 06.09.2000
Der stampfte schon wie ein wilder Eber die Treppe hinunter.
Winckler, Josef: Der tolle Bomberg, Rudolstadt: Greifenverl. [1956] [1922], S. 275
Zitationshilfe
„Eber“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Eber>, abgerufen am 16.11.2018.

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