Ecker, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ecker · Nominativ Plural: Eckern
Aussprache
Wortbildung mit ›Ecker‹ als Letztglied: ↗Buchecker
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Buchecker
2.
selten Eichel
3.
Kartenspiel Eicheln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ecker · Buchecker
Ecker f. Name der Buchenfrucht, früher auch der Eichenfrucht (s. ↗Eichel); als Simplex kaum noch gebräuchlich, dafür meist Buchecker f. (Zusammensetzung seit dem 15. Jh.). Ahd. ekarn, mhd. ackeran, ecker(n) m. und n. ‘Frucht der Eiche und Buche’, mnd. ākeren, ackeren, ēkeren, eckeren n. ‘Eichel, Eichelmast’, mnl. nl. aker m. ‘Eichel’, aengl. æcern n. ‘Nuß, Eichel’, engl. acorn ‘Eichel, Ecker’, anord. akarn n. ‘Frucht wildwachsender Bäume’ (germ. *akrana-) stellen sich mit der Ausgangsbedeutung ‘Wildfrucht’ (vgl. got. akran n. ‘Frucht, Ertrag’) wohl wie air. āirne ‘Schlehe’, lit. úoga ‘Beere, Kirsche’, aslaw. agoda, russ. jágoda (ягода) ‘Beere’ zur Wurzel ie. *ōg-, *əg- ‘wachsen; Frucht, Beere’. Daneben wird auch erwogen, in der Bezeichnung eine Bildung zu dem unter ↗Acker (s. d.) behandelten Substantiv zu sehen. Mhd. ecker entsteht durch Wegfall der fälschlich als Pluralzeichen aufgefaßten Endung -n. Bereits im Frühnhd. findet sich feminines Genus.
Zitationshilfe
„Ecker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ecker>, abgerufen am 27.05.2019.

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