Effendi, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Nebenform Efendi · Substantiv (Maskulinum)
WorttrennungEf-fen-di · Efen-di
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

früher in der Türkei   Titel und Anrede für höhere Beamte
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Efendi · Effendi
Efendi, Effendi m. ehemals Titel und Anrede türkischer Würdenträger, Übernahme (17. Jh.) von türk. efendī, einer Entlehnung von ngriech. aphentḗs (αφέντης) ‘Herr, Besitzer’, vermittelt durch die Form des Vokativs aphéntē (αφέντη, gesprochen aféndī), aus griech. authentḗs (αὐϑέντης) ‘unabhängiger Herr, Gebieter, Herrscher’ (s. ↗authentisch).

Verwendungsbeispiele für ›Effendi‹, ›Efendi‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aus dem Wort, das die Türken schlecht aussprechen konnten, wurde "Effendi", eine Ehrenbezeichnung, die sehr weit verbreitet war.
Die Welt, 22.12.2004
Denn diesmal war es der Effendi, der sein Abendgebet halten wollte.
Die Zeit, 29.05.1952, Nr. 22
Nach muslimischem Brauch nahm sich Effendi noch eine vierte Ehefrau, noch jünger und schöner als die anderen, trotzdem wurde ihm kein Nachfolger geboren.
Süddeutsche Zeitung, 08.09.1995
Wer anders als der Effendi war schuld daran, daß dieses köstliche Verhältnis gegenseitiger Wertschätzung und Liebeserweisung ein hartes Ende genommen hatte?
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 112
Das wirtschaftliche Wohlergehen und die neuen Verdienstmöglichkeiten entriß die Bevölkerung der Macht und dem Einfluß der Scheichs und Effendis.
Die Zeit, 14.10.1977, Nr. 42
Zitationshilfe
„Effendi“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Effendi>, abgerufen am 29.02.2020.

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