Ehebruch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungEhe-bruch (computergeneriert)
WortzerlegungEheBruch1
eWDG, 1967

Bedeutung

Verletzung der ehelichen Treue
Beispiele:
einen Ehebruch begehen
den Ehebruch ableugnen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ehe · ehelich · ehelichen · ehebrechen · Ehebrecher · Ehebruch · Ehezerter
Ehe f. ‘gesetzliche Verbindung von Mann und Frau’. Aus dem westgerm. Wort für ‘Gesetz, Recht, göttliches Gebot, Vertrag’ ahd. ēwa, ēwī f. (8. Jh.), mhd. mnd. ē(we), mnl. ewe, ee, afries. ā, ē, ēwe, ēwa, asächs. ēo, ēu, aengl. ǣ, ǣw entwickelt sich (außer im Afries. und Asächs.) die neue, im heutigen Dt. allein erhaltene Bedeutung ‘Ehevertrag, Ehe’. Offen bleibt, ob das hier dargestellte westgerm. Substantiv mit dem unter ↗ewig (s. d.) behandelten ahd. ēwa identisch ist und danach als Grundbedeutung ‘immerdar, ewig geltendes Recht’ angesetzt werden darf, oder ob es mit aind. ḗvaḥ ‘Gang, Weg’, Plur. ‘Gewohnheit, Sitte’ (verwandt mit ↗eilen, s. d.) zu verbinden und als ‘Gewohnheitsrecht’ anzusehen ist. ehelich Adj. ‘aus einer Ehe stammend, auf die Ehe bezogen’, ahd. ēolīh, ēwilīh (8. Jh.) nur im Sinne von ‘dem Gesetz entsprechend, rechtmäßig’, mhd. ēlich ‘gesetzmäßig, ehelich’, mnd. ēlīk, mnl. eelic, aengl. ǣlic ‘gesetzmäßig’. ehelichen Vb. ‘heiraten’, spätmhd. ēlīchen, mnd. ēlīken. ehebrechen Vb. ‘die eheliche Treue verletzen’, mhd. ēbrechen; Ehebrecher m. mhd. ēbrechære; Ehebruch m. spätmhd. ēbruch. Ehezerter (-zärter) m. ‘Ehevertrag’ (16. Jh.), entlehnt aus lat. charta (s. ↗Charta).

Thesaurus

Synonymgruppe
Betrug · Ehebruch · Fremdgehen · ↗Seitensprung · ↗Treulosigkeit (von Ehepartnern) · ↗Untreue
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Befehlsverweigerung Bestrafung Bigamie Blutschande Diebstahl Ehebruch Ehescheidung Eifersucht Geschlechtsverkehr Homosexualität Hurerei Inzest Kriminalisierung Prostitution Scheidung Scheidungsgrund Seitensprung Sodomie Spionage Steinigung Strafbarkeit Straftatbestand Ungehorsam Unzucht Verführung Zerstreuung ertappen steinigen strafbar vollzogen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ehebruch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor allem mußt du die Geschichte deiner gescheiterten Ehebrüche verdrängen.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 152
Einer der Slogans an den Wänden spielte allerdings auf einen angeblichen Ehebruch an.
Der Tagesspiegel, 06.12.2002
Männer um die sechzig sind schneller zum Ehebruch bereit als Männer um die zwanzig.
Bild, 20.10.2000
Es kommt zu Ehebrüchen, weil der Mann beweisen will, noch potent zu sein oder gar ein normales Kind zeugen zu können.
Klee, Ernst: Behinderten-Report, Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch-Verl. 1981 [1974], S. 132
Das Herz einer verheirateten Frau will von unten herauf erobert werden, durch den Ehebruch.
Spitteler, Carl: Imago, Jena: Diederichs 1910 [1910], S. 127
Zitationshilfe
„Ehebruch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ehebruch>, abgerufen am 19.10.2018.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
ehebrecherisch
Ehebrecherin
Ehebrecher
ehebrechen
Ehebeziehung
Ehebund
Ehebündnis
ehedem
Ehedifferenz
Ehedispens