Ehebruch, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ehebruch(e)s · Nominativ Plural: Ehebrüche
Aussprache 
Worttrennung Ehe-bruch
Wortzerlegung Ehe Bruch1
Wortbildung  mit ›Ehebruch‹ als Erstglied: Ehebruchdrama
eWDG

Bedeutung

Verletzung der ehelichen Treue
Beispiele:
einen Ehebruch begehen
den Ehebruch ableugnen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ehe · ehelich · ehelichen · ehebrechen · Ehebrecher · Ehebruch · Ehezerter
Ehe f. ‘gesetzliche Verbindung von Mann und Frau’. Aus dem westgerm. Wort für ‘Gesetz, Recht, göttliches Gebot, Vertrag’ ahd. ēwa, ēwī f. (8. Jh.), mhd. mnd. ē(we), mnl. ewe, ee, afries. ā, ē, ēwe, ēwa, asächs. ēo, ēu, aengl. ǣ, ǣw entwickelt sich (außer im Afries. und Asächs.) die neue, im heutigen Dt. allein erhaltene Bedeutung ‘Ehevertrag, Ehe’. Offen bleibt, ob das hier dargestellte westgerm. Substantiv mit dem unter ewig (s. d.) behandelten ahd. ēwa identisch ist und danach als Grundbedeutung ‘immerdar, ewig geltendes Recht’ angesetzt werden darf, oder ob es mit aind. ḗvaḥ ‘Gang, Weg’, Plur. ‘Gewohnheit, Sitte’ (verwandt mit eilen, s. d.) zu verbinden und als ‘Gewohnheitsrecht’ anzusehen ist. ehelich Adj. ‘aus einer Ehe stammend, auf die Ehe bezogen’, ahd. ēolīh, ēwilīh (8. Jh.) nur im Sinne von ‘dem Gesetz entsprechend, rechtmäßig’, mhd. ēlich ‘gesetzmäßig, ehelich’, mnd. ēlīk, mnl. eelic, aengl. ǣlic ‘gesetzmäßig’. ehelichen Vb. ‘heiraten’, spätmhd. ēlīchen, mnd. ēlīken. ehebrechen Vb. ‘die eheliche Treue verletzen’, mhd. ēbrechen; Ehebrecher m. mhd. ēbrechære; Ehebruch m. spätmhd. ēbruch. Ehezerter (-zärter) m. ‘Ehevertrag’ (16. Jh.), entlehnt aus lat. charta (s. Charta).

Thesaurus

Synonymgruppe
Betrug · Ehebruch · Fremdgehen · Seitensprung · Treulosigkeit (von Ehepartnern) · Untreue
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Ehebruch‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ehebruch‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ehebruch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor allem mußt du die Geschichte deiner gescheiterten Ehebrüche verdrängen. [Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 152]
Er fleht sie an, zu ihm zu kommen, er ersehnt den Ehebruch. [Die Zeit, 07.07.2004, Nr. 28]
Es wurde mir daraufhin vorgeworfen, ich plädierte für „Freigabe“ des Ehebruchs. [Die Zeit, 09.10.1970, Nr. 41]
Einer der Slogans an den Wänden spielte allerdings auf einen angeblichen Ehebruch an. [Süddeutsche Zeitung, 06.12.2002]
Ehebruch kam im Alter von sieben Jahren auch nicht unbedingt in Frage. [Süddeutsche Zeitung, 22.04.2000]
Zitationshilfe
„Ehebruch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ehebruch>.

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