Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Ehrsucht, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Ehr-sucht
Wortzerlegung Ehre Sucht
eWDG

Bedeutung

gehoben übertriebener Ehrgeiz
Beispiel:
glühende Ehrsucht

Verwendungsbeispiele für ›Ehrsucht‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine ungesunde Ehrsucht habe sich entfesselt, und man kehre den Zielen der Revolution, insbesondere dem Sozialismus und der Agrarreform, den Rücken. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1962]]
So wurde er zu einer Gestalt Shakespeareschen Formats, von Ehrsucht und Machtgier blind fortgerissen, in ein verhängnisvolles Geschick, dessen düstere Schatten seinen Nachruhm verdunkeln. [Die Zeit, 26.05.1967, Nr. 21]
Schiller akzeptiert und findet im Gegenzug für ein neues Stück Ifflands den wirkungsvollen Titel »Verbrechen aus Ehrsucht«. [Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 182]
Kasper nahm sich das Leben, da er in seiner übertriebenen Ehrsucht die Schande nicht ertragen konnte, der Sohn eines gemeinen Diebes zu sein. [Süddeutsche Zeitung, 28.04.2001]
Zwar betont Christ immer wieder die Ehrsucht des Pompeius, erwähnt dessen Selbststilisierung als neuer Alexander jedoch nur en passant. [Süddeutsche Zeitung, 13.09.2004]
Zitationshilfe
„Ehrsucht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ehrsucht>.

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