Eibe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Eibe · Nominativ Plural: Eiben
Aussprache
WorttrennungEi-be (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Eibe‹ als Erstglied: ↗eibenartig
eWDG, 1967

Bedeutung

immergrüner, als Zierpflanze beliebter Nadelbaum oder Strauch mit dunkelgrünen weichen Nadeln und einzelnen purpurroten Samen, Taxus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Eibe f. Nadelbaum oder Strauch mit dunkelgrünen weichen Nadeln und roten beerenähnlichen Samen. Der germ. Name ahd. īwa (9. Jh.), eiba (Hs. 14. Jh.), mhd. mnd. īwe, mnl. nl. ijf, aengl. īw, ēow, engl. yew, anord. ȳr ist verwandt mit gleichbed. air. ēo sowie lit. ievà, jievà ‘Faulbaum’, russ. íva (ива) ‘Weide’, griech. ó͞iē, óē, óa (οἴη, ὄη, ὄα) ‘Vogelbeerbaum’, lat. ūva ‘Traube’. Es handelt sich um Bildungen mit ie. u̯o- bzw. u̯ā-Suffix zu unterschiedlichen Ablautstufen der Farbwurzel ie. *ei- ‘rötlich, bunt’. Die Eibe ist wohl nach ihren roten Beeren benannt; der Übertragung des Namens auf ‘Faulbaum’ und ‘Weide’ im Balt. und Slaw. aber liegt die rötlich-braune Farbe des Holzes zugrunde. Im Germ. existieren neben den oben angeführten Formen solche mit Guttural (ie. k-Suffix), ahd. īgo (10. Jh.), asächs. īch, īh, aengl. ī(o)h, ēoh.

Thesaurus

Botanik
Synonymgruppe
Eibe · gewöhnliche Eibe  ●  Europäische Eibe  fachspr. · Gemeine Eibe  fachspr. · Taxus baccata  fachspr. · normale Eibe  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Säuleneibe  ●  Taxus baccata 'Fastigiata'  fachspr., botanisch
Synonymgruppe
Eibe  ●  ↗Taxus  fachspr., botanisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Eibe · gewöhnliche Eibe  ●  Europäische Eibe  fachspr. · Gemeine Eibe  fachspr. · Taxus baccata  fachspr. · normale Eibe  ugs.
  • Japanische Eibe  fachspr., botanisch · Taxus cuspidata  fachspr., botanisch
  • Fruchtende Bechereibe  fachspr., botanisch · Taxus x media 'Hicksii'  fachspr., botanisch
  • männliche Bechereibe  ●  Taxus x media 'Hillii'  fachspr., botanisch · nicht fruchtende Bechereibe  fachspr.
  • Säuleneibe  ●  Taxus baccata 'Fastigiata'  fachspr., botanisch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ahorn Baum Birke Buche Buchsbaum Eberesche Efeu Eiche Hainbuche Nadel Rinde Ulme Zypresse gemein giftig immergrün pazifisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Eibe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Holz der Eibe eignete sich besonders gut zur Herstellung von Bogen.
Bild, 11.03.2006
Es sei nicht auszuschließen, daß Kinder herabfallende Teile der Eibe in den Mund stecken oder schlucken könnten.
Süddeutsche Zeitung, 18.12.1996
Ihm gefiel der von schwärzlichen Eiben wie von finsteren Riesen bewachte Platz.
Seidel, Ina: Das Wunschkind, Frankfurt a. M. u. a.: Ullstein 1987 [1930], S. 607
Auch hinten in dem Freundschaftstempelchen, in dem Kavalierhaus zwischen den Eiben möchte ich ebenso gern wohnen.
Hermann, Georg [d.i. Borchardt, Georg Hermann]: Jettchen Gebert, Berlin: Fleischel 1919 [1906], S. 127
Das Wort »Eber« meint hier Eibe, denn die roten, beerenartigen Früchte der Eberesche ähneln denen der immergrünen Eibe.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 93
Zitationshilfe
„Eibe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Eibe>, abgerufen am 18.11.2019.

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