Eichel, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Eichel · Nominativ Plural: Eicheln
Aussprache 
Worttrennung Ei-chel (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Eichel‹ als Erstglied: ↗Eichelacht · ↗Eichelbecher · ↗Eicheldaus · ↗Eichelhäher · ↗Eichelkaffee · ↗Eichelkönig · ↗Eichelmast · ↗Eichelmehl · ↗Eichelober · ↗Eichelunter · ↗eichelförmig
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Frucht der Eiche
Beispiele:
grüne, reife Eicheln
Eicheln fallen herab, werden gesammelt
das Tier sucht, wühlt nach Eicheln
2.
höchstbewertete Farbe der deutschen Spielkarten, deren Kennzeichen Eicheln sind
Grammatik: nur im Plural
Beispiele:
ich spiele Eicheln
Eicheln sticht
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Eiche · Eichel · eichen1
Eiche f. Der zu den Buchengewächsen gehörende mächtige Laubbaum mit oft buchtig gelappten Blättern, ahd. eih, eihha (8. Jh.), mhd. eich, eiche, hat schon früh bei den germanischen Stämmen große wirtschaftliche und kultische Bedeutung; vgl. die gemeinsame, nur für das Got. nicht bezeugte Benennung asächs. ēk f., mnd. ēk f. und m., ēke f., mnl. eike, ēke f. und m., nl. eik m., aengl. āc f., engl. oak, anord. eik f., schwed. ek f. Dieses germ. *aik- f. und m. ist wahrscheinlich verwandt mit griech. aigílōps (αἰγίλωψ) ‘Eiche mit süßen Früchten’, vielleicht auch mit griech. krátaigos, krataigṓn (κράταιγος, κραταιγών) Baum unbestimmter Art (‘Harteiche’?), so daß eine Wurzel ie. *aig- ‘Eiche’ vorausgesetzt werden kann; ob an diese auch lat. aesculus ‘Bergeiche’ (aus *aig-sklos?) und griech. á͞igeiros (αἴγειρος) ‘Schwarzpappel’ anzuschließen sind, ist zweifelhaft. Eichel f. Frucht der Eiche, ahd. eihhila (9. Jh.), mhd. eichel, mnd. ēkel, mnl. eikel, ēkel m.?, nl. eikel m. Einer Deutung dieser Ableitung als Deminutivum zum Baumnamen ist kaum zuzustimmen, das l-Suffix drückt wohl vielmehr Zugehörigkeit aus (s. auch ↗Ärmel). Zwischen Eichel und synonym gebrauchtem ↗Ecker (s. d.) besteht kein etymologischer Zusammenhang; vgl. jedoch den Versuch gemeinsamer Herleitung durch Annahme eines Vokalwechsels ai-/a- bei Kuhn in: Zs. f. vgl. Sprachforsch. 71 (1954) 151. eichen1 Adj. ‘aus Eichenholz bestehend’, ahd. eihhīn (10. Jh.), mhd. eichīn, mnd. ēken, mnl. eikijn, aengl. ǣcen.

Thesaurus

Anatomie
Synonymgruppe
Eichel · Spitze des Penis  ●  Glandes  fachspr. · ↗Glans  fachspr. · Glans penis  fachspr.
Oberbegriffe
Botanik
Synonymgruppe
Eichel [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Eichel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Eichel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Eichel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Bären ernähren sich nämlich von Eicheln aus diesen Wäldern.
Süddeutsche Zeitung, 11.01.1996
Gerne ließ sich Finanzminister Hans Eichel als "eiserner Hans" feiern.
Bild, 10.01.2003
Es hatte zwischen den kleinen Vorderbeinen eine Eichel und knabberte lustig daran herum.
Trott, Magda: Puckis neue Streiche, Stuttgart: Titania (1951) [1920], S. 112
Deswegen haben Hans Eichel und ich die Reform in der vergangenen Woche noch einmal vereinfacht.
Der Spiegel, 13.11.2000
Dicklich oder spillerig, sie bewerfen den Vater mit den geschenkten Eicheln und Bucheckern.
Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 48
Zitationshilfe
„Eichel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Eichel>, abgerufen am 28.05.2020.

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