Eidam, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Eidam(e)s · Nominativ Plural: Eidame
Aussprache 
Worttrennung Ei-dam
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltet Schwiegersohn
Beispiel:
meinen Eidam / Will ich mir auf Europens Thronen suchen [ SchillerWallenst. TodIII 4]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Eidam m. ‘Schwiegersohn’ (heute bis auf mundartliche Reste nicht mehr gebräuchlich), ahd. eidum (9. Jh.), mhd. eidem, auch ‘Schwiegervater, Vater der Frau’, mnd. eidom, eidum, mnl. eidom, aengl. āþum (germ. *aiþuma-) ist möglicherweise mit griech. á͞isa (αἶσα) ‘Anteil, Schicksal’, íssasthai (ἴσσασθαι) ‘Anteil erlangen’ zusammenzustellen, so daß sich eine Ausgangsbedeutung ‘wer am Erbe der Tochter teilhat’ ergeben kann. Wie ↗Atem, ↗Odem, ↗Brodem (s. d.) hat Eidam sein auslautendes -m beibehalten. Der Vokal a der zweiten Silbe entwickelt sich im Frühnhd. aus silbisch gesprochenem m.

Thesaurus

Synonymgruppe
Schwiegersohn  ●  Eidam  veraltet

Verwendungsbeispiele für ›Eidam‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich darf mich schon einmal von Ihnen verabschieden, muß mich doch um den Eidam kümmern.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 265
Der greise Wirt Koch hatte heimlich noch den Eidam und künftigen Wirt seines Gasthofes zu bestellen gesucht.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 239
Zitationshilfe
„Eidam“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Eidam>, abgerufen am 25.11.2020.

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